Timo Glock hat sich wegen der FIA-Weltratsitzung am Mittwoch keine großen Gedanken macht. "Ich habe sowieso keine Entscheidungsgewalt", so der Virgin-Pilot. Ob die Entscheidung richtig war, Ferrari ohne weitere Strafe davonkommen zu lassen, wollte er nicht beantworten. Allerdings findet es der Deutsche gut, dass sich die FIA in der Winterpause noch einmal mit der Teamorder-Regel auseinandersetzen will.

"Das Ganze hat gezeigt, dass man diese Teamregel offen lassen sollte, denn das führt nur zu Diskussionen und Strafen. Ich würde es entweder erlauben oder strikt verbieten", erklärte Glock. Allerdings sei es schwierig Teamorder ganz zu verbieten. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass jeder Teamorder macht - auch wenn sie es nicht zugeben. Jeder im Paddock würde wie Ferrari entscheiden, wenn es das letzte Rennen wäre und der Fahrer noch Chancen auf den Titel hätte", verriet der Deutsche.

Für ihn ist die Formel 1 über das Wochenende gesehen ein Teamsport. "Bis zu dem Zeitpunkt, bis der Fahrer in seinem Auto sitzt, ist die Formel 1 ein Teamsport. Auf der Strecke ist dann der Fahrer etwas mehr gefragt, aber im Großen und Ganzen ist es ein Teamsport", erklärte der Virgin-Pilot.