Er hatte sich so viel von diesem Rennen erhofft. Doch dann war Bruno Senna schon in der 6. Runde draußen: Eine gebrochene linke Hinterradaufhängung sorgte erst für einen spektakulären Dreher in Kurve 15 - "eine vor Blanchimont, aber auch ziemlich schnell", bei dem er gerade noch einen Einschlag vermeiden konnte - dann für das Aus an der Box.
"Es ist natürlich schade. Es wäre für uns hier eine gute Gelegenheit gewesen, mit den anderen Neuen zu fighten. Aber was soll ich machen, so etwas passiert nun mal. Das Team muss jetzt noch genau untersuchen, wie es zu dem Defekt kommen konnte, um das für die Zukunft zu vermeiden. Ein Aufhängungsbruch ist das Letzte, was man irgendwo haben will - egal auf welcher Strecke", sagte Senna.
Bis dahin hatte der Brasilianer schon einige Höhen und Tiefen erlebt: "Ich hatte einen Superstart, wahrscheinlich den Besten bisher überhaupt. Ich habe einige Leute überholt, aber dann haben mich auf dem Weg zu Eau Rouge ein Force India rechts und ein Toro Rosso links in die Zange genommen. Ich musste erstens bremsen, zweitens haben die sich dann wohl auch noch berührt. Da flogen Teile, die haben dann meinen Frontflügel beschädigt."
So kam Senna gleich in der ersten Runde an die Box, um den Flügel zu wechseln, "und sind, weil es ja anfing zu regnen, auch auf Intermediates gegangen. Als ich reinfuhr, wussten wir ja auch noch nicht, dass das Safetycar rauskommen würde. Sonst hätte man das vielleicht anders machen können. Jedenfalls musste ich dann gleich wieder rein, um Slicks zu holen, als es abtrocknete."
Obwohl er dadurch schon einigen Rückstand hatte, hätte sich der HRT-Pilot trotzdem noch etwas ausgerechnet. "Es hätte natürlich von der weiteren Strategie abgehangen. Aber ich war nicht weit weg von Kovalainen, nur drei, vier Sekunden - und der ist auch noch ein Stück nach vorn gekommen", so Senna.

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