Die Schuldfrage ist bei Rennunfällen meist eine heikle Sache, am Sonntag in Belgien wollte aber eigentlich kaum jemand Jenson Button die Schuld dafür zusprechen, dass Sebastian Vettel ihn aus dem Rennen gerammt hatte. Red Bull Racing meinte zwar, der Brite habe früher gebremst als sonst und Vettel wäre überrascht gewesen, doch Button betonte: "Ich habe sicher nicht früher gebremst als normal. Ich weiß nur, ich habe plötzlich einen starken Einschlag im Seitenkasten gespürt, dadurch wurde der Kühler rausgerissen und danach verlor ich den Vortrieb."

Nachdem sich Button die Szene im Fernsehen angesehen hatte, meinte er, der Unfall sei sehr eigenartig gewesen. "Er hat das sicher nicht mit Absicht gemacht und er hat sich mittlerweile entschuldigt. Ich habe aber keine Ahnung, was er da gemacht hat. Das war ein schwerer Schlag für meine WM-Hoffnungen. Jetzt kann ich nur auf Monza nach vorne schauen. Ich liebe die Strecke und werde mein Bestes geben, um dort viele Punkte zu holen."

Bis zum dem unheilvollen Zwischenfall war Button ganz gut unterwegs gewesen. Von Startplatz fünf war er rasch auf Rang zwei nach vorne gekommen, musste aber mit einer beschädigten Endplatte am linken Vorderflügel kämpfen. "Dadurch musste ich ihn voll anstellen, wodurch mein Heck etwas nervös wurde, ohne dass ich vorne mehr Anpressdruck hatte." Dadurch hatte der Brite durchaus zu kämpfen, die Konkurrenz hinter sich zu halten, im Nassen gelang ihm das aber ganz gut. "Ich schien besseren Grip zu finden als die Anderen um mich herum. Ich konnte meine Position gut halten und das fair tun."