Rennfahrer ärgern sich zwar, wenn sie Fehler machen, aber noch mehr ärgert es sie, wenn sie unverschuldet zum Handkuss kommen. So passierte es Adrian Sutil im Rennen von Ungarn, als er zu Beginn der Safety Car Phase an die Box kam. "Ich fuhr in meinen Bereich, als plötzlich der Renault [von Robert Kubica] vor mir rauskam. Ich konnte nichts machen, sie ließen ihn einfach in meine Bahn fahren und ich fuhr in ihn hinein. Mein Auto war danach zu stark beschädigt, um weiterzumachen", sagte Sutil.

Er meinte gleich, dass Renault Kubica in einer unsicheren Situation losgelassen hatte und im Nachhinein gab es nicht nur eine zehn Sekunden lange Stop-and-Go-Strafe für den Polen, sondern auch eine Strafe von 50.000 Dollar für Renault. Sutil half das aber nichts mehr, dabei war sein Rennen nach dem schwierigen Qualifying am Samstag ganz gut gelaufen. "Ich machte beim Start zwei Positionen gut und war hinter dem Sauber von De la Rosa. Ich war eigentlich schneller als er, aber fand einfach keinen Weg vorbei, da es schwierig ist, auf dieser Strecke eine Möglichkeit dafür zu finden", berichtete Sutil.

Liuzzi war zwischendurch ganz hinten

Von der Ausgangsposition her noch schwerer gehabt hatte es Tonio Liuzzi, der lediglich als 16. losfuhr. Er schaffte es schließlich als 13. ins Ziel. "Wir haben in der ersten Kurve ein Stück vom Vorderflügel verloren, dadurch hatte ich viel Untersteuern. Ich musste schließlich für einen Wechsel reinkommen, dadurch fiel ich hinter das Feld zurück. Mit den weichen Reifen waren wir schnell, aber dann verlor ich viel Zeit hinter dem Toro Rosso, der eigentlich viel mehr Probleme hatte als ich", sagte er. An ein Vorbeikommen war dennoch nicht zu denken, womit ein schwieriges Wochenende für Liuzzi ein schwieriges Ende fand. "Wir haben aber bestätigt, dass wir stark sind und immer das Potential auf Punkte haben. Außerdem kommen jetzt Strecken, die uns besser liegen sollten. Ich hoffe, dass der Trend von Spa weg viel besser ist."

Von Teamchef Vijay Mallya gab es für Liuzzis Anstrengung Lob und für Sutils Pech Bedauern. "Es war unglücklich, so vom Renault abgeschossen zu werden und es ist für uns sehr frustrierend, da wir ohne den Zwischenfall eine gute Chance auf Punkte hatten. Wir haben die Punkte wieder verpasst, jetzt kommen aber einige Strecken, die uns besser liegen sollten, also müssen wir nach vorne schauen", erklärte der Inder.