Bei Force India läuft es in Ungarn nicht richtig rund. Dem Team von Vijay Mallya liegt der enge und verwinkelte Kurs in der Puszta nicht. Der neue angeblasene Diffusor wurde von Adrian Sutil am Freitag ausgiebig getestet und für gut empfunden. Trotzdem wurde das Update wieder ausgebaut. Die hohen Temperaturen rund um die Radaufhängung stellen vorerst noch ein zu großes Risiko dar. Sutil war mit dem 13. Startplatz durchaus zufrieden.
"Ich bin heute ganz glücklich über unsere Qualifying-Performance", sagte der Deutsche. "Wir sind nahe an den Top Ten dran und dies hätten wir nach dem Vormittag nicht gedacht. Wir hatten wieder Probleme, die weichen Reifen zum Arbeiten zu bekommen und am Ende hatten wir vor dem Qualifying kein richtiges Bild über unsere Leistungsfähigkeit. Deshalb ist der 13. Startplatz auch ein gutes Resultat. Es wird morgen schwer werden, weil es hier hart ist zu überholen, aber unsere Renn-Pace ist gut. Wir müssen einen guten Start erwischen, müssen unsere Strategie und die Boxenstopps ausnützen, um Positionen zu gewinnen. Ich glaube immer, dass Punkte morgen möglich sind."
Sein Teamkollege Tonio Liuzzi wurde wieder einmal vom Pech verfolgt. Der Italiener hatte im 3. Training Probleme mit der Antriebswelle und kam kaum zum Fahren. Am Ende musste sich der Force India Pilot mit Platz 16 zufrieden geben.
"Wir hatten am Vormittag einige Probleme mit einem Dichtbalg an der Antriebswelle", sagte Liuzzi. "Wir drehten auch keine Runden mit den weichen Reifen und hatten daher auch keine Auskunft über unsere Performance. Die Balance war gut und es sah in Q1 auch alles sehr positiv aus. In Q2 hatte ich Probleme mit dem Verkehr und bekam keine freie Runde. Auf meiner letzten Runde verlor ich in der letzten Kurve auch noch das Heck. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich eine halbe Sekunde schneller und ich hätte eine bessere Startposition herausholen können. Es wird morgen schwer werden zu überholen, es gibt aber immer Hoffnung."
In Spa sollte es besser laufen
Vijay Mallya waren die Schwächen seiner Boliden auf langsamen Kursen bekannt. Der Teamchef freut sich vermutlich eher schon auf eine Strecke wie Spa. "Es ist hier sehr eng und es gibt wenig Grip", sagte Mallya. "Unsere Stärken liegen eher auf schnellen und fließenden Strecken. Wir haben gewusst, dass es ein schwieriges Wochenende wird und haben uns dafür aber in eine relativ gute Ausgangslage gebracht. Wir wollen unsere Platzierung in der Weltmeisterschaft nach diesem Rennen auf jeden Fall behalten."

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