Auch vier Tage nach dem Stallregieskandal von Hockenheim ist das (un)freiwillige Überholmanöver zwischen Felipe Massa und Fernando Alonso noch immer das Gesprächsthema Nummer 1. Felipe Massa dementierte auf der Pressekonferenz am Hungaroring, dass er nun die klare Nummer 2 bei der Scuderia sei.
"Wenn ich eines Tages sagen würde, dass ich die Nummer 2 bin, würde ich sofort aufhören", sagte er. Sollte die Situation von Hockenheim sich in Ungarn wiederholen, sieht Massa eine klare Reaktion: "Ich würde gewinnen." Das habe ihm das Team versichert. Er dürfe weiter um Siege fahren. "Ich bin nicht hier, um nur mitzufahren, ich bin hier, um zu gewinnen. So lange ich gewinnen kann, werde ich um den Sieg kömpfen."
Kein Bösewicht sein
Ob Ferrari ihm wirklich einen Sieg vor seinem favorisierten Teamkollegen Alonso erlauben würde, dürfte auf einem anderen Blatt stehen. Rubens Barrichello kennt die Denkweise und Abläufe bei der Scuderia. "Es tut mir leid für Felipe, dass er so etwas Schlimmes durchmachen muss", sagte Barrichello. "Niemand sollte solche Gefühle erleben."
Barrichello spricht sich für ein Ende der Stallregie aus. "Man sollte frei Rennen fahren können. Wenn man die WM um einen Punkt verliert, dann ist es so. Wenn man sie um einen Punkt gewinnt, weil jemand ihn dir geschenkt hat, was bringt es dir dann? Ich möchte kein Bösewicht und Weltmeister sein. Das werde ich meinen Kindern beibringen."



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