Adrian Sutil mag den Hungaroring, denn es ist eine Herausforderung, dort eine gute Runde hinzulegen. "Es sind viele Kurven, dadurch ist es etwas schwieriger", meinte er am Donnerstag. Nach dem enttäuschenden Wochenende auf dem Hockenheimring hoffte er auf ein normales, gutes Wochenende, auch wenn er wusste, dass es nicht einfach wird. "Wir haben am Freitag den neuen Diffusor, den müssen wir testen. Es wird etwas anders und nicht so routiniert ablaufen wie sonst, wo man vorher schon alles weiß: also zwei Sessions am Morgen und zwei Sessions am Nachmittag. Hier müssen wir schauen, dass wir den Diffusor zum Arbeiten bekommen."
Und wie bei anderen Teams bereits zu sehen war, kann das Probleme bringen und Zeit kosten, doch laut Sutil ist es unabdingbar, sich der Sache zu widmen. "Das ist sehr wichtig, da wir im Moment etwas verlieren. Je früher wir das am Auto haben, desto besser." Hockenheim hatte er bereits abgehakt, denn er betonte, dass die Rennen seit Malaysia meist gut für ihn und das Team liefen und es dann durchaus auch einmal ein schlechtes Rennen geben kann. Dass es ausgerechnet beim Heimrennen nicht für ihn lief, fand er aber schade. "Aber ich sag mal, Glück gehabt, dass Sauber und Williams nicht gepunktet haben, wir sind in der Teamwertung also noch da, wo wir vor dem Wochenende waren."
Wichtige Erkenntnisse
Außerdem wollte er Hockenheim nicht nur negativ sehen, denn er und das Team konnten aus den Dingen lernen, die passiert sind. "Das ganze Team hat daraus lernen können und so entwickelt man sich weiter. Das ist nicht immer negativ zu sehen, das ist für die Zukunft bestimmt nicht schlecht", sagte Sutil. Und sollte der Diffusor gleich funktionieren, sollte es auch wieder vorwärts gehen und dass das so schnell wie möglich geschieht, war ihm wichtig. Vorbereitet hat sich Force India auf alle Eventualitäten, vor allem auch auf die Hitze-Einwirkung, die das Anblasen des Diffusors mit Auspuffgasen bringt.
Dennoch muss der Rennstall erst Erfahrung mit dem System sammeln und das soll der Freitag möglich machen. "Aber auch wenn morgen alles klappt, heißt das nicht, dass man über die ganze Renndistanz kommt. Denn den Diffusor eineinhalb Stunden mit dem Abgas anzustrahlen, ist schwierig. Es wird extrem heiß und am Ende fackelt dir das Ding ab", erklärte er. Doch Sutil blieb Optimist und rechnete damit, dass es gleich funktioniert und der erhoffte Vorteil dabei herausspringt.

diese Formel 1 Nachricht