Die großen Hersteller-Teams sind für die unabhängigen Mannschaften in der Formel 1 aktuell immer ein großes Ziel und daher konnte man sich bei Williams am Samstag in Hockenheim auch darüber freuen, Mercedes GP in die Schranken verwiesen zu haben. Andererseits sahen sowohl Nico Hülkenberg als auch Rubens Barrichello auch eine kleine Chance vertan. "Es war toll, dass wir beide Autos in den Top Ten hatten; ich denke, bei der Zeit war noch etwas drin, ich wäre wohl zu Rubens' Pace gekommen, aber ich hatte am Ende von Q3 nicht den besten Run. Wir haben aber trotzdem eine gute Plattform für ein starkes Rennen morgen", erklärte Hülkenberg zu Platz zehn.

Barrichello glaubte allerdings ebenfalls, dass er noch schneller hätte fahren können. "Ich fuhr meine beste Zeit in Q2 und aus irgendeinem Grund bekam ich in Q3 Untersteuern und verlor Balance. Es war also schade, die Leistung von vorher nicht zu wiederholen, da ich dachte, Platz sieben wäre drin", meinte der Qualifying-Achte.

Auch Technikdirektor Sam Michael hatte einen Zeitverlust in Q3 gesehen. So freute er sich wie seine Piloten über die doppelte Top-Ten-Platzierung, aber Platz sieben hätte ihm mit Barrichello doch besser gefallen als Platz acht. "Im Vergleich zu Q2 hat im letzten Abschnitt einfach ein wenig Zeit gefehlt. Wenn ich auf das Rennen morgen schaue, dann ist es das Ziel, mit beiden Autos Punkte zu holen. Das Wetter hat die Dinge dieses Wochenende bislang interessant gemacht, aber bei Reifen und anderen Dingen ist nach wie vor alles klar", sagte Michael.