Bei Red Bull ist man in den letzten Tagen damit beschäftigt gewesen, nach dem Eklat in Silverstone auf heile Welt zu machen. Teamchef Christian Horner plauderte über sein Grillfest, bei dem er und seine eigentlich zerstrittenen Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel gemeinsam auf der Bühne standen und sangen. Und auch Webber selbst ruderte einige Tage nach dem England-GP wieder zurück.
Hans-Joachim Stuck will die "Flügelaffäre" nicht so schnell ad acta legen. Für ihn gibt es einen klaren Schuldigen: Helmut Marko. "Was sich das Teammanagement in Silverstone geleistet hat, war schlichtweg ein Skandal. Ich rede hier von Motorsportchef Dr. Helmut Marko, nicht von Teamchef Christian Horner. Der ist nur eine Marionette, die Fäden für Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zieht einzig und allein Marko", kritisierte Stuck in seiner Kolumne für TZ.
Mateschitz muss reagieren
Schlimmer sei, dass Red Bull es geschafft habe, einen Bürgerkrieg im Team anzuzetteln und es in zwei Lager zu spalten. "Unproduktiver geht es nicht mehr. Sie schaden auch Vettel damit, denn der rückt durch das Missmanagement in ein falsches Licht und dabei kann er gar nichts dafür", betonte Stuck. Für den Deutschen ist klar, dass jetzt Teamboss Dietrich Mateschitz reagieren und einen neuen Mann an die Seite von Horner stellen muss.
Für Stuck kommt da nur Einer in Frage und zwar Toro Rosso-Teamchef Franz Tost. "Tost ist in jeder Hinsicht einer der besten Manager in der Formel 1. Ihn muss man jetzt zu Red Bull schieben. Denn es ist fünf vor zwölf. Die Sympathie, die Red Bull bisher entgegengebracht wurde, schlägt gerade dramatisch ins Gegenteil um", erklärte Stuck.



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