Mark Webber war nach dem Qualifying in Silverstone nicht gerade glücklich. Nur wenige Tausendstel fehlten dem Australier auf die Pole-Zeit seines Teamkollegen Sebastian Vettel. Tausendstel, die ihm die neue Konfiguration des Frontflügels vielleicht gebracht hätten. Doch ging der einzig verbliebene Flügel an Vettel - obwohl dessen neuer Flügel im Training kaputt ging und das letzte Exemplar eigentlich Webber gehörte.

"Adrian [Newey] wollte, dass wir den Flügel einsetzen, nicht unbedingt, weil er besser ist, sondern weil er eine neue Richtung einschlägt", sagte Teamchef Christian Horner, der sich angesichts der WM-Situation, der Trainingsleistung und des Fahrerfeedbacks dazu entschied, den Flügel an Vettel zu geben.

Webbers Verärgerung wurde im Team-Press-Release heruntergespielt: "Seb und ich fuhren verschiedene Frontflügel, aber wir testen sie noch aus und ich glaube nicht, dass sie einen großen Unterschied ausmachen", wird Webber vom Team zitiert. Mit dem Rest des Qualifyings war zufrieden. "Wir haben das Bestmögliche herausgeholt. Es war sehr eng gegen Sebastian, der leider vor mir steht, aber es wird ein langes Rennen."