Renault ist eine der positiven Überraschungen der Saison. Bei der Präsentation des neuen Autos herrschte noch Skepsis. Die neue Teamführung und das neue Auto warfen viele Fragezeichen auf. Die erste Saisonhälfte hat bewiesen: Renault ist ein konstanter Punkteanwärter mit Chancen auf mehr.
"Es wird sehr schwierig, die letzten Zehntel auf die Spitze zu finden, aber ich glaube, dass wir zufrieden und stolz sein können, was wir bislang erreicht haben", sagt Robert Kubica. Bereits seit einigen Rennen fechtet Renault ein kleines Privatduell gegen Mercedes GP aus.
"Ich erwarte, dass dies den Rest der Saison so bleibt", sagt Teamchef Eric Boullier. "Sie sind ein sehr starker Gegner und es wäre falsch, sie zu unterschätzen." Um Mercedes zu schlagen, müsse das Team hart arbeiten. Aber das bleibt das Ziel. "In Valencia fehlte ihnen etwas an Performance, was überraschend war, aber ich glaube nicht, dass sie sich bei jedem Rennen unter Wert schlagen werden", glaubt Boullier.
Neue Voraussetzungen
Mit einigen neuen Updates soll der Renault beim nächsten Rennen in Silverstone noch konkurrenzfähiger sein. "Ich hoffe, dass wir damit viele Punkte holen können", sagt Boullier. Für Kubica ist die Lage auf der umgebauten Strecke schwierig einzuschätzen. "Es wird interessant sein zu sehen, ob uns die Veränderungen vom letzten Rennen Vorteile im Highspeed-Teil bringen."
In diesem Jahr hänge viel von der Streckencharakteristik ab und wie sie zum Auto passe. "Wir waren im Qualifying in Valencia sehr nah an Ferrari dran", erinnert Kubica. "Obwohl wir nicht 100 Prozent zufrieden waren, wie es gelaufen ist." Im Rennen habe er eine leicht schlechtere Pace gehabt als Felipe Massa. "Silverstone hat eine ganz andere Charakteristik als Valencia oder Kanada", betont Kubica. Das letzte Mal sei man in Istanbul auf einer ähnlichen Strecke gefahren. "Seitdem gab es viele Updates an den Autos, auch an unserem, also warten wir ab."



diese Formel 1 Nachricht