Nach dem "Filmtag", den Ferrari vor dem Wochenende in Valencia nutzte, um dabei auch einen Blick auf das überarbeitete Auto zu werfen, gab es von anderen Teams einiges an Kritik. Es wurde gefordert, dass die Test-Regeln etwas klarer ausformuliert werden sollten, damit eigentlich zu Promotion-Zwecken vorgesehene Tage nicht weiter zum Testen missbraucht werden. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat betont, dass er mit einer Klarstellung der Regeln kein Problem hätte, ihm wäre es nur lieber gewesen, wenn Vertreter anderer Teams mit ihm gesprochen hätten als mit den Medien.

"Ich denke, viele Leute reden gerne. Wenn ich ein Problem habe, nutze ich mein Mobiltelefon und rufe persönlich an. Das ist meine Art. Ich nutze nicht euch [die Medien], um etwas zu sagen", erklärte Domenicali. Was den Filmtag betraf, so meinte er, dass dabei doch alles recht klar im Regulativ festgelegt war. "Wenn die Leute sich wohler fühlen wollen, dann weiß ich, dass es Diskussionen gibt, um das Wording etwas sauberer zu gestalten und ich habe absolut kein Problem damit", sagte der Teamchef.

Domenicali war sich jedenfalls keiner Schuld bewusst, weil Ferrari in Fiorano sein Auto gefilmt hatte. "Ein Filmtag hat damit zu tun, dass wir unsere 100 Kilometer nutzen wollten, um Filme für Kunden, unser Netzwerk und unsere Händler zu produzieren. Wenn du Filme machen willst, dann musst du dafür zahlen und das haben wir gemacht. Wenn damit jemand ein Problem hat, kann er mich anrufen und mir das erklären."