Das beste der neuen Teams sein, das war das große Ziel von Virgin Racing zu Beginn der Saison. Bislang zeigte sich Lotus aber als die schnellere Mannschaft. Deswegen hofft Timo Glock nun darauf, dass das große Update in Silverstone den erwarteten Sprung nach vorne bringt. Die Probleme mit dem zu kleinen Tank zu Saisonbeginn hat das Team ausgeräumt, doch Glock meint, bei der Entwicklung müsse nun mehr passieren.

"Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, wir brauchen aber mehr. Ich hoffe, wir machen in Silverstone einen großen Schritt, wenn das neue Upgrade kommt - und wir werden dann sehen, was möglich ist. Wir müssen das Auto aber mehr entwickeln", sagte Glock gegenüber Autosport. Denn er musste betonen, dass der Virgin nach wie vor viel zu schwer und mechanisch sowie aerodynamisch bei weitem noch nicht dort sei, wo er sein müsste.

Nur kleine Schritte

Die ersten drei Monate des Jahres hätten bei der Entwicklung Zeit gekostet, da es viel zu reparieren gab. "Jetzt kommen die Updates, aber es sind kleine Schritte und da brauchen wir mehr. Dort müssen wir uns verbessern. Mechanisch ist das Auto über Bodenwellen wirklich, wirklich schlecht und das muss besser werden. Wir haben einfach nicht die gleiche Spezifikation wie die anderen, oder wie ich das bei Toyota hatte und das würde uns einen guten Schritt in die richtige Richtung ermöglichen", erklärte der Deutsche.

Wie lange es dauern wird, bis Virgin einen Punkt aus eigener Kraft holen kann, konnte er nicht festlegen, er wusste nur, bei einem normalen Rennen sei das weit weg. "Wenn wir in Silverstone das magische Upgrade bekämen, das wir bräuchten, dann vielleicht, aber realistisch gesehen nicht." Positive Worte gab es dafür für den Cosworth-Motor, von dem Glock überrascht war. "Bei der Kraft ist er ziemlich gut und ich bin recht glücklich damit."