David Coulthard hält nichts davon, Sebastian Vettel oder Mark Webber die Schuld für die Kollision in der Türkei in die Schuhe zu schieben. "Sag' einmal einem Rennfahrer, dass er vom Gas gehen soll. Das ist wie einem Kind ein Eis zu geben und ihm zu verbieten, daran zu schlecken", erklärte der Brite. Eine Kollision zwischen Teamkollegen sollte zwar nicht vorkommen, sei aber gleichzeitig nur schwer zu verhindern.

"Wenn man in der Formel 1 bei einem Team unterschreibt, ist das so, als würde man bei seiner Hochzeit gleichzeitig die Scheidung einreichen. Jeder will seine Interessen durchsetzen. Das geht selten gut", sagte der Schotte, der bis Ende 2008 bei Red Bull fuhr. Der 39-Jährige glaubt nicht, dass die Kollision Red Bull einen Imageschaden gebracht, eher das Gegenteil sei der Fall. "Von der Marketing-Seite her war es hervorragend. Die ganze Welt schreibt jetzt über Red Bull", meinte Coulthard gegenüber der Kleinen Zeitung.