Mercedes-AMG hat an diesem Freitag seinen Werksfahrer-Kader für die Motorsport-Saison 2026 präsentiert. Die Affalterbacher setzen ein weiteres Mal auf Kontiunität und verzichten auf größere personelle Veränderungen. Neu im Junior-Aufgebot ist der 19 Jahre junge Niederländer Lin Hodenius, der dieses Jahr unter anderem auf einem Mercedes-AMG GT3 von Iron Lynx in der WEC debütierte.
Hodenius und seine Teamkollegen Maxime Martin sowie Martin Berry fuhren nach einer insgesamt schwierigen Saison beim WEC-Saisonfinale in Bahrain zum ersten Mal aufs LMGT3-Podium. Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-AMG und dem italienischen Rennstall Iron Lynx, zu dem auch das inzwischen eingestellte Iron-Dames-Porsche-Projekt in der WEC zählte, wird 2026 mit zwei Fahrzeugen fortgesetzt.
Mercedes-AMG-Kader mit wenigen Personaländerungen
Hodenius ist drin - und Daniel Morad raus aus dem AMG-Kader. Der 35-jährige Kanadier bestritt in der abgelaufenen Saison Einsätze bei Mercedes-Kundenteams in der IMSA-Meisterschaft sowie in der Asian Le Mans Series. Mercedes-AMG will seinen vollständigen Fahrerkader, der dann zusätzliche Vertragsfahrer ('Experts') und die einzelnen Einsatzprogramme beinhaltet, zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.
Ansonsten bleibt die Truppe um Kundensportchef Stefan Wendl ihren bewährten Kräften treu: Der amtierende DTM-Vizemeister Lucas Auer zählt 2026 ebenso zum Aufgebot wie die weiteren DTM-Akteure Maro Engel, Jules Gounon und Debütant Tom Kalender (Junior-Fahrer).
Mercedes-AMG: Werksfahrer-Kader 2026
| Name | Status |
|---|---|
| Ralf Aron | Performance-Fahrer |
| Lucas Auer | Performance-Fahrer |
| Philip Ellis | Performance-Fahrer |
| Maro Engel | Performance-Fahrer |
| Jules Gounon | Performance-Fahrer |
| Maximilian Götz | Performance-Fahrer |
| Mikael Grenier | Performance-Fahrer |
| Maxime Martin | Performance-Fahrer |
| Fabian Schiller | Performance-Fahrer |
| Luca Stolz | Performance-Fahrer |
| Lin Hodenius | Junior-Fahrer |
| Tom Kalender | Junior-Fahrer |
| Jayden Ojeda | Junior-Fahrer |
Wie startet Mercedes-AMG 2026 in der DTM?
Welche AMG-Piloten nächstes Jahr in der DTM antreten - und vor allem wie viele Fahrzeuge - steht noch nicht fest. Die Verantwortlichen von Mercedes-AMG waren trotz des Gewinns der Hersteller-Meisterschaft überhaupt nicht zufrieden mit der Entwicklung der Balance of Performance im zweiten Saisonabschnitt.
Der Stachel über den verlorenen Titel des Österreichers Auer, der die DTM-Tabelle nach sieben von acht Rennwochenenden anführte, sitzt tief. Kundensportchef Wendl und Christoph Sagemüller, Leiter Mercedes-AMG Motorsport, forderten im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com Antworten vom ADAC zur BoP-Angelegenheit - der DTM-Promoter wollte sich auf unsere Anfrage hin aber nicht öffentlich dazu äußern.
AMG-Fahrerkader mit DTM-Champion und deutschen GT-Assen
Außerdem weiter im Performance-Aufgebot der Marke mit dem Stern: der ehemalige DTM-Champion Maximilian Götz, WEC-Speerspitze Maxime Martin, Luca Stolz, Fabian Schiller, Mikael Grenier, Philip Ellis und Ralf Aron. Sie kommen 2026 in den unterschiedlichen Kundensport-Programmen wie der WEC, der GT World Challenge, der IMSA-Serie oder bei den wichtigen 24-Stunden-Rennen zum Einsatz.
Der frühere DTM-Pilot Thomas Jäger ist auch 2026 wieder als Test- und Entwicklungsfahrer im Einsatz und spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des neuen Mercedes-AMG GT3. Wann genau der Nachfolger des aktuellen Modells sein Renndebüt geben soll, wollen die Verantwortlichen weiterhin nicht verraten. Das Jahr 2027 klingt nach einem sinnvollen Zeitpunkt für die Einführung.
Die Entwicklung des künftigen GT3-Rennwagens und die globale Ersatzteilversorgung wird erstmals komplett von Mercedes-AMG und seiner neugegründeten Affalterbach Racing GmbH gestemmt. Der langjährige Werkspartner, die 1998 von Hans Werner Aufrecht gegründete HWA AG, ist raus.



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