Es ist nur eine Randnotiz im Zuge des israelisch-amerikanischen Angriffs auf Iran, aber für die Teilnehmer der WEC könnte der Nahost-Konflikt weitreichende Folgen haben. Zum aktuellen Zeitpunkt ist unklar, ob die Langstrecken-Weltmeisterschaft ihren Saisonauftakt wie geplant vom 26. bis 28. März 2026 in Katar austragen kann. Betroffen ist auch der Prolog genannte Kollektiv-Test in drei Wochen (22.-23.03.2026).

Am heutigen Sonntag teilte das Management der WEC mit, die "anhaltende Situation im Nahen Osten aufmerksam" zu beobachten und die Lage täglich zu bewerten. Eine Absage des Saisonauftakts ist bislang nicht erfolgt. Dieser Prozess würde bereits seit mehreren Wochen laufen. Der am Samstag ausgebrochene Angriff auf Iran und ein erfolgter Vergeltungsschlag haben sich auf angrenzende und umliegende Länder ausgewirkt, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate.

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Nahost-Konflikt: Raketen und Drohnen in Katar abgefangen

In der Nacht hatte das Verteidigungsministerium in Katar mitgeteilt, dass zahlreiche Wellen von Raketen und Drohnen eines iranischen Gegenschlages abgefangen worden seien. Insgesamt hätten die Streitkräfte 65 Raketen und zwölf Drohnen registriert. Der katarische Nachrichtensender Al-Jazeera meldete mindestens elf Explosionen in der Hauptstadt Doha, die rund 30 Autominuten entfernt von der Rennstrecke Losail International Circuit entfernt liegt.

"Die Sicherheit unserer Teilnehmer, Mitarbeiter und Fans hat für uns oberste Priorität", teilte die FIA-Weltmeisterschaft WEC weiter mit. "Entsprechend steht das FIA-WEC-Management in ständigem, direktem Austausch mit den zuständigen Behörden in Katar."

Pirelli sagt Formel-1-Test in Bahrain ab

Zahlreiche Flughäfen in den Emiraten sind aus Sicherheitsgründen derzeit geschlossen, zahlreiche Airlines haben Flüge in den Nahen Osten abgesagt. Das könnte sich in der Folge auf die Logistik rund um den WEC-Saisonauftakt auswirken. Mehrere Teams und Hersteller haben vor Kurzem private Testfahrten in Katar absolviert und weitere Tests in Bahrain geplant.

Pirelli sagte einen geplanten Formel-1-Reifentest an diesem Wochenende in Bahrain ab. Die auf zwei Tage angesetzten Regenreifen-Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit seien "aufgrund der sich verschärfenden internationalen Lage aus Sicherheitsgründen" gestrichen worden, wie der Reifenhersteller aus Italien gegenüber mehren Medien mitteilte. Alle Pirelli-Mitarbeiter befänden sich in ihren Hotels in Sicherheit. Die Rückkehr der Mitarbeiter solle so schnell wie möglich organisiert werden.

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