Valentino Rossi bleibt bei BMW und kehrt 2026 zurück in die GT World Challenge. Das hat der Motorrad-Superstar am Rande der MotoGP-Präsentation seines Teams VR46 Racing in Rom verraten. Das Vollzeit-Comeback in der europäischen GT3-Serie kommt wenig überraschend, nachdem bereits klar war, dass Rossi nach zwei Saisons nicht mehr in der WEC antreten würde.

"Ich werde in der GT World Challenge fahren, und ich bin sehr glücklich darüber, weil das eine Meisterschaft ist, die ich am Anfang meiner Karriere im Automobilbereich gefahren bin", sagte Signore Rossi am Mikrofon von Sky Sport Italia. Ob er die komplette Serie inklusive aller Sprint- und Endurance-Rennen bestreiten wird und wer seine Teamkollegen sein werden, ist noch offen.

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Valentino Rossi verrät: Vertrag mit BMW um drei Jahre verlängert

Rossis Anfänge im Vierrad-Sport liegen in der GT World Challenge, schon 2022 ging er in der SRO-Serie mit dem Team WRT auf einem Audi an den Start. 2023 wechselte der belgische Rennstall von Vincent Vosse, einem engen Vertrauten von Rossi, zu BMW - der Italiener ging mit nach München und wurde mit einem Werksvertrag ausgestattet.

Rossis Zukunft liegt laut eigener Aussage auch in den kommenden Jahren in München, nachdem sein Vertrag zum Ende der Saison 2025 ausgelaufen war. Auf die Frage, ob der Wechsel aus der WEC in die GT World Challenge seine eigene Entscheidung gewesen sei, antwortete Rossi ganz offen: "Ja, meine Entscheidung - zusammen mit BMW, mit denen ich einen Vertrag für weitere drei Jahre unterschrieben habe. Ich bin froh, weil ich mich in dieser Meisterschaft wohlfühle."

Rossi: Große Erfolge in der WEC blieben aus

Der 46-Jährige begründete die Entscheidung pro GT World Challenge mit Blick auf seine Familie: "Die GT World Challenge ist in Europa und die Rennen sind näher, während die WEC immer außerhalb Europas ist. Da hätte ich fliegen und interkontinental reisen müssen - und mit zwei kleinen Mädchen und meiner Familie zu Hause bist du dann sehr viele Tage am Stück weg. Das war ein Stück weit eine Grundsatzentscheidung, aber ich bin sehr zufrieden, weil die GT World Challenge Spaß macht."

Fünf der acht WEC-Rennen steigen in Übersee, während die GTWC ihre Rennen ausschließlich in Europa austrägt. Rossi blickt mit BMW auf drei Sprint-Siege in der GT World Challenge zurück, allesamt bei seinem Heimspiel in Misano 2023, 2024 und 2025.

Fakt ist aber auch: Sportlich lief es für Rossi und BMW in der LMGT3-Klasse der WEC nicht wie erhofft. In der abgelaufenen Saison fuhr er zusammen mit Teamkollege Kelvin van der Linde sowie dem Amateur-Piloten Ahmad Al Harthy zweimal aufs Podium, hatte aber keine Chance auf den Gewinn der Meisterschaft. Außerdem spielen die GT3-Autos hinter den Hypercars nur die zweite Geige.

Van der Linde, der ebenfalls nicht in die WEC zurückkehren und mit einem Comeback in der DTM in Verbindung gebracht wird, sagte zu Motorsport-Magazin.com: "Das Einzige, was wirklich Spaß gemacht hat, waren die Abendessen mit Valentino (Rossi) und meinen Teamkollegen. Auf der Strecke war es leider sehr bescheiden. Man hat ja gesehen, dass ich teilweise selbst gegen Bronze-Fahrer wie um mein Leben fahren musste. Hoffentlich wird es nächstes Jahr besser."

Mit Rossi verschwindet auch die berühmte Startnummer #46 aus der WEC. Mit welchen Fahrern BMW dieses Jahr in der Langstrecken-WM und bei den 24 Stunden von Le Mans antreten wird, erfahrt ihr in diesem Artikel: