Lilou Wadoux bleibt in Zukunft Ferrari-Werksfahrerin. Die 24-jährige Französin hat ihren Vertrag beim Autobauer aus Italien um mehrere Jahre verlängert, wie aus einer offiziellen Pressemitteilung hervorgeht. Wadoux steht 2026 vor ihrem vierten Jahr im internationalen Sportwagenprogramm von Ferrari.

Geplant ist die Fortsetzung ihres letztjährigen Engagements in der GTD-Klasse der IMSA sowie in der European Le Mans Series. In der US-Meisterschaft gewann Wadoux 2025 den GTD-Endurance-Titel an der Seite von Werksfahrer/WEC-Weltmeister Alessandro Pier Guidi und Simon Mann. Mit einem Klassensieg beim Petit Le Mans machten Wadoux und Co. den Erfolg perfekt. In der GT3-Klasse der ELMS schloss sie die Gesamtwertung auf dem zweiten Platz ab.

Lilou Wadoux beim Rookie-Test der WEC in Bahrain bei Interviews
Lilou Wadoux nach ihrem Rookie-Test im Ferrari nach dem WEC-Saisonfinale, Foto: IMAGO/PsnewZ

Lilou Wadoux bleibt Ferrari-Werksfahrerin

Wadoux blickt auf mehr als 30 Rennen und vier Siege in unterschiedlichen Serien mit Ferrari seit 2023 zurück - und das nächste wartet schon um die Ecke: Beim IMSA-Saisonauftakt, den 24 Stunden von Daytona, teilt sie sich einen GTD-Ferrari 296 GT3 Evo von AF Corse mit Antonio Fuoco, Simon Mann und Tommaso Mosca (Hier geht es zur Daytona-Starterliste). Wadoux' Karriereweg scheint im GT3-Bereich zu liegen, obwohl sie in der Vergangenheit bereits unterschiedliche Prototypen steuerte.

Beim letztjährigen Rookie-Test der WEC in Bahrain durfte sie sich nach 2023 ein weiteres Mal in Ferraris Weltmeister-Hypercar beweisen. 2022 war Wadoux die erste Frau auf der Welt, die in einen LMH-Prototypen kletterte, damals noch bei Toyota. Wadoux ist ebenso die erste Rennfahrerin in der Geschichte der WEC, der ein Klassensieg (GTE) gelang: beim 6-Stunden-Rennen 2023 in Spa-Francorchamps zusammen mit Alessio Rovera und Luis Perez Companc.

Und mit den Meilensteinen noch nicht genug: 2024 stand sie in der GT-300-Klasse (GT3) der japanischen Super GT als erste Frau auf dem Podest, zudem feierte sie als erste Dame überhaupt einen LMP2-Sieg in der IMSA-Meisterschaft, ebenfalls 2024. "Wir sind zuversichtlich, dass die Zukunft noch viele weitere Erfolge bringen wird", sagt Ferraris Sportwagenchef Antonello Coletta.