Ferrari-Doppelspitze bei der Quali-Generalprobe der WEC in Austin: Der Autobauer aus Italien bestimmte das Geschehen am Samstag im 3. Freien Training, drei Stunden vor dem Beginn des Qualifyings (ab 22:00 Uhr MEZ). Robert Kubica führte den gelben Vorjahressieger-Ferrari #83 (Kubica, Ye, Hanson) früh zur Bestzeit in der 60-minütigen Session, die nur durch eine Full-Course-Yellow-Phase unterbrochen wurde. Am Freitag mussten beide Trainings wegen Vorfällen vorzeitig abgebrochen werden.
Le-Mans-Sieger Kubica übernahm den Ferrari 499 P zu Beginn der Session und brannte früh die Bestzeit in den Asphalt: Der Pole benötigte 1:51.967 Minuten für seine schnellste Runde auf dem Circuit of the Americas - etwas langsamer als die bisherige Bestzeit von Sheldon van der Linde (1:51.946 Minuten) im 2. Freien Training. Für das nachfolgende Qualifying werden Zeiten im mittleren 1:50er-Bereich erwartet.
3. Training in Austin: Kubica vor Werks-Ferrari
Die Fahrer legten nur zu Beginn der Session eine kurze Qualifying-Simulation ein, bevor sie sich auf die weiteren Vorbereitungen zum 6-Stunden-Rennen am Sonntag (ab 20:00 Uhr MEZ) fokussierten. Nicklas Nielsen führte den #50 Werks-Ferrari (Fuoco, Molina, Nielsen) auf den zweiten Platz in der Zeitenliste. Sein Rückstand zu Spitzenreiter und Markenkollege Kubica betrug 0,190 Sekunden.
Hinter den beiden Ferrari-Hypercars ordnete sich Charles Milesi im #35 Alpine A424 (Habsburg, Milesi, Chatin) an dritter Stelle ein. Dem Franzosen fehlten zwei Zehntelsekunden, dafür setzte Alpine das erste kleine Ausrufezeichen nach einem bisher eher unscheinbaren Wochenende. Das Potenzial des Alpine ließ auch Mick Schumacher aufblitzen, der mit dem #36 Schwesterauto (Schumacher, Gounon, Makowiecki) den siebten Platz im Klassement belegte - zweieinhalb Zehntel hinter Milesi.
WEC in Austin: Drei Ferrari-Hypercars in den Top-5
Zwischen die beiden Alpine drängelten sich auf den Plätzen vier, fünf und sechs der #38 Cadillac (Button, Bourdais, Bamber), mit der #51 auch der dritte Ferrari (Pier Guidi, Giovinazzi, Calado) sowie der #007 Aston Martin Valkyrie (Tincknell, Gamble). WEC-Neueinsteiger Aston Martin mischte schon in den Trainings am Freitag um die vorderen Plätze mit und könnte im Qualifying für eine kleine Überraschung sorgen. Mit Blick auf die Renn-Pace dürfte es für die Astons aber wieder nach hinten gehen.
Auf den Positionen acht bis zehn: der #6 Weltmeister-Porsche 963 (Estre, L. Vanthoor, Campbell), der #8 Toyota (Hartley, Hirakawa, Buemi) sowie der BMW mit der Startnummer #20 (S. van der Linde, Rast, Frijns), den van der Linde am Freitag zur Tagesbestzeit geführt hatte. Das Training ging bei trockenen Bedingungen über die Bühne, wurde von der Rennleitung aber als "Wet Session" deklariert. Spätestens im Rennen am Sonntag werden nasse Bedingungen erwartet.
Das Training ging mit Ausnahme weniger Dreher ohne größere Dramen über die Bühne. Für Aufsehen sorgte aber eine staubige Stelle in Kurve 6, die mehrere Autos auf dem falschen Fuß erwischte. Darunter Jose Maria Lopez, der auf dem #7 Toyota für den verletzten Stammfahrer Mike Conway einspringt.



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