Der WEC-Neueinsteiger Genesis Magma Racing hat sein Fahreraufgebot für die Saison 2026 in der Langstrecken-WM komplettiert - und sich zwei weitere Hochkaräter mit reichlich Prototypen-Expertise geangelt. Der bisherige Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet sowie Mick Schumachers Ex-Teamkollege bei Alpine, Paul-Loup Chatin, stoßen zur Hyundai-Luxustochter.
Damit steht das Lineup der Koreaner fürs bevorstehende Debüt in der WEC: Vor Jaminet und Chatin hatte Genesis bereits den dreifachen Le-Mans-Sieger Andre Lotterer, Pipo Derani, Daniel Juncadella und Mathys Jaubert verpflichtet. "Diese Fahrerkombination übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem, als wir das Projekt begonnen hatten", sagt Teamchef Cyril Abiteboul mit Stolz.
WEC: Genesis holt Fahrer von Porsche und Alpine
In welcher Zuteilung sich die sechs Fahrer - darunter drei Franzosen - die beiden GMR-001 LMDh-Autos teilen werden, ist noch nicht bekannt. Jaminet hofft schon jetzt, 2027 zusätzlich zum IMSA-Aufgebot der Koreaner zu stoßen, wenn Genesis mit dem Doppelprogramm in den USA loslegt. Kein Wunder: Der Franzose gewann in der abgelaufenen Saison mit Porsche die Meisterschaft. Jaminet kennt die IMSA-Serie genauso gut wie der Brasilianer Derani, dem ebenfalls eine Doppelrolle vorschwebt.
Chatin zählte bei seinem letzten Arbeitgeber Alpine zwar nicht zu den herausragenden Fahrern, bringt aber einiges an Prototypen-Erfahrung mit ins neue Team. Ein wichtiger Pluspunkt: Der Franzose kennt das Dallara-Chassis des GMR-001 bereits aus seinen Alpine-Jahren. Chatin gelang in dieser Saison der erste Alpine-Sieg in der WEC an der Seite von Ferdinand Habsburg und Charles Milesi. Der 34-Jährige ist seit mehr als zehn Jahren im Prototypen-Sport tätig und fuhr zuletzt zwei Jahre für das Alpine-Werksteam.

Jaminet über Genesis-Auto: "Es scheint große, flüssige Kurven zu mögen"
Jaminet, der zweite Neuzugang im Team, hat bereits die ersten Runden im Genesis-Hypercar gedreht, um sich mit dem Boliden vertraut zu machen. Die Genesis-Mannschaft absolvierte vom 15. bis 17. November einen Endurance-Test im spanischen Aragon, einer sehr beliebten Rennstrecke für Prototypen.
"Das Auto erfordert einen anderen Fahrstil als das, was ich gewohnt bin", sagte der Franzose, der dieses Jahr neben seinem IMSA-Job auch sechs WEC-Rennen im #5 Porsche bestritt. "Es scheint große, flüssige Kurven zu mögen. Es fährt sich eigentlich ziemlich gut. Ich bin einer der erfahrensten Fahrer mit LMDh-Autos und war vor Kurzem noch in einem anderen Fahrzeug unterwegs. Ich habe versucht, nicht zu viel Feedback von den anderen Fahrern zu bekommen - ich wollte mir wirklich meine eigene Meinung bilden, auch für die Ingenieure."
Mit Genesis hat der vierte der acht Hersteller aus der Hypercar-Kategorie sein Fahreraufgebot für die kommende Saison komplettiert. Welche Piloten die Konkurrenten von Toyota, Cadillac sowie Peugeot gewählt haben und welche Baustellen es noch auf dem Transfermarkt gibt, erfahrt ihr in diesem Artikel:



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