Nachdem es für ihn schon während des Rennwochenendes vorwärts gegangen war, konnte Marco Melandri auch beim Test in Jerez am Montag weitere Fortschritte erzielen. Der Italiener hatte sich vor allem des Fahrens mit vollem Tank angenommen, da er damit am Sonntag noch Probleme hatte und nach einigen Änderungen und einer Rennsimulation zeigte er sich zufrieden mit dem Gefundenen. "Ich habe auch eine schnelle Zeit auf einem weichen Reifen probiert, aber traf auf der Strecke auf zu viele Fahrer und konnte mich nicht um die paar Zehntel verbessern, die drin gewesen wären. Das war heute aber auch nicht vorrangig", sagte er.

Viel wichtiger war es ihm, dass es vorwärts ging und obwohl ihm auf die Spitze noch ein wenig fehlte, wollte er Schritt für Schritt weiter nach vorne arbeiten. "Meine Pace war heute spürbar schneller als gestern, als ich nur zwei Runden in den 1:40ern schaffte und sonst in den mittleren 1:41ern fuhr. Heute war ich konstant in den 1:40ern, also bin ich zuversichtlich für Le Mans, wo ich darauf hoffe, einen weiteren Schritt nach vorne machen zu können", meinte Melandri.

Nur ein wenig vorwärts ging es bei dessen Teamkollegen Marco Simoncelli. Der konnte sein Problem aus dem Rennen nicht ganz lösen, es aber immerhin reduzieren, wodurch er seine Pace auf harten Reifen verbesserte. "Deswegen bin ich zufrieden. Wir haben nicht mehr Grip am Heck gefunden, aber wir haben andere Fortschritte gemacht, beispielsweise meinen Speed auf dem weicheren Reifen verbessert, also sind wir guter Dinge für Le Mans. Nun haben wir Zeit, um uns hinzusetzen, die Daten von hier zu analysieren, auszuarbeiten, was funktionierte und was nicht und ich bin mir sicher, wir können uns dann für das nächste Rennen weiter verbessern. Solche Testtage könnten wir ruhig öfter haben", erklärte Simoncelli.