
Es ist schon eine bittere Pille, die die MotoGP-Stars in Sepang derzeit zu schlucken haben. Da befindet man sich nach langer Pause endlich wieder an der Rennstrecke, die Boxen sind eingerichtet, die Motoren dröhnen, doch die Stars dürfen nur zuschauen. Erst am morgigen Donnerstag werden Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Casey Stoner, Dani Pedrosa und Co. wieder an den Kabeln ihrer MotoGP-Prototypen ziehen dürfen. Der Mittwoch gehört den Testfahrern und so bleibt nur das Zuschauen.
Yamaha schickt mit Norihiko Fujiwara und Wataru Yoshikawa gleich zwei Erprobungspiloten auf die Piste. Honda (Akiyoshi Kosuke), Suzuki (Nobuatsu Aoki) und Ducati (Vittoriano Guareschi) jeweils nur einen. Dabei ist dieses Herangehen extrem sinnvoll. Die Testpiloten arbeiten heute ein Grundsetup heraus, sodass die Stars morgen gleich richtig loslegen und so viel wie möglich Zeit auf der Strecke verbringen können.
Der prominente Honda-Neuling
Einen noch gewöhnungsbedürftigen Anblick liefert der Italiener Livio Suppo. In der letzten Saison noch Teamchef der Ducati-Werksmannschaft, ist er 2010 nun bei der Honda Racing Corporation fürs Marketing zuständig. Sein erster Weg in Sepang führte trotzdem in die Box der italienischen Edel-Motorradschmiede, um viele Hände zu schütteln und "Hallo" zu sagen - allerdings im schwarzen T-Shirt der HRC. Prognosen konnte Suppo noch keine abgeben, doch versprach er: "Die neue Honda ist wunderschön. Die Aufmerksamkeit liegt im Detail und ist unglaublich: Sie sehen aus wie Massenprodukte und nicht wie Prototypen."

diese MotoGP Redaktion