Jarno Saarinen wurde beim Rennwochenende auf dem Sachsenring Post Mortem in den Kreis der MotoGP-Legenden aufgenommen. Der Finne beeinflusste mit seinem Fahrstil und seiner spektakulären Kurventechnik nachhaltig den Motorrad Grand Prix-Sport und hat nun seinen Platz in der Hall of Fame der MotoGP.
Insgesamt dauerte die Glanzzeit von Jarno Karl Keimo Saarinen in der Motorradweltmeisterschaft nur drei Jahre. Dennoch holte er 32 Podestplätze, 15 Siege und den WM-Titel in der 250cc-Klasse für Yamaha in seinem erst zweiten Grand Prix Jahr 1972. Das Besondere dabei, er konnte im gleichen Jahr Vizeweltmeister in der 350cc-Klasse, hinter Giacomo Agostini, werden. Saarinen war zudem der erste Europäer, der das Daytona-200-Rennen 1973 gewinnen konnte. Zurecht trug er als erster finnischer Motorsportler den Beinamen 'the flying Finn'.
1973 war der gelernte Motorenentwickler in die 500cc-Klasse aufgestiegen und holte gleich in seinem Debüt-Rennen den ersten Sieg. Am 20. Mai 1973 jedoch, beim Rennen in Monza stürzte er zusammen mit anderen Fahrern und erlag, wie Renzo Pasolini, seinen Verletzungen. Er ist bis heute der einzige Finne, der je einen Weltmeister-Titel in der MotoGP gewinnen konnte.
Die Ehrung auf dem Sachsenring fand im Beisein seiner Frau Soili Karme und seiner Brüder Jari und Jarkko statt.

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