Nachdem sich Mika Kallio mit seiner Platzierung und seinen Zeiten vom ersten Testtag in Jerez völlig enttäuscht zeigte, verbesserte sich der Finne am letzten Tag deutlich. Am Morgen hatte Kallio noch verschiedene Einstellungen am Motorrad ausprobiert. Die Erkenntnisse wurden für das Shootout am Nachmittag effektiv genutzt und brachten den sechsten Platz für den Pramac-Fahrer.

"Wir haben uns die Daten von gestern und heute morgen angesehen und sie dann mit der Strecke abgeglichen", sagte Mika Kallio. "Zusammen mit meinem Techischen Direktor Fabiano Sterlacchini konnten wir die guten Dinge alle zusammenfügen und das Ergebnis war fast perfekt."

Der 26-Jährige haderte jedoch weiter mit seiner Leistung im letzten Sektor, wo er seiner Auffassung nach zuviel Zeit verlor. "Wir machen aber eine gute Arbeit und ich glaube, dass wir in Katar sie weiter fortsetzten können."

Kallio war am Ende des Tages dennoch halbwegs glücklich, auch wenn er mit seiner Rundenzeit von 1:40.149 weiter weg von der Spitze namens Casey Stoner war, als die angestrebte eine Sekunde.

Teamchef Paolo Campinoti freute sich über die Leistungen und die Fortschritte seines Teams und sagte: "Es scheint, als hätten wir die Saison gut begonnen. Wir haben das Team neu strukturiert und jetzt geht es in die richtige Richtung."

Nur die Schwierigkeiten von Schützling Niccolo Canepa muss das Pramac-Team noch in den Griff bekommen, um wirklich bei den vorderen Fahrern mitmischen zu können. Der Italiener hatte auch am abschließenden Testtag wenig Glück und landete abgeschlagen auf Platz 18.

"Niccolo hat noch zu viele Schwierigkeiten, aber er muss einfach ruhig bleiben", sagte Campinoti weiter. "Wir wissen, was er wert ist und wir werden alles erdenkliche tun, um ihn weiter nach vorn zu bringen."

Niccolo Canepa selber erlebte den Tag auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Der Italiener freute sich über sein erstes offizielles MotoGP-Gruppenfoto. "Wir haben ein Foto mit allen italienischen Startern aufgenommen, ich hätte fast darum gebeten das jemand für mich ein Foto von ihnen schießt. Ich stand neben Vale, Macho, Loris, Dovi und De Angelis."

Dennoch wurde die gute Stimmung aufgrund des schlechten Testergebnisses stark gedämpft. Der zweite Rookie im Pramac-Team war rund eine Sekunde langsamer als Kallio. "Während des Shootouts ist es nicht gut für mich gelaufen. Wie schon gestern. Es ist mir nicht gelungen schnell durch die Kurven zu kommen. Dadurch habe ich zu viel Zeit verloren. Ich hoffe in Katar wird es besser laufen."

Den Kopf in den Sand stecken will der 20-Jährige jedoch nicht und vielleicht bekommt er ja doch noch ein Foto mit seinen Helden, das ihm Glück bringt.