Mit einer unglaublichen Runde hatte Casey Stoner am frühen Nachmittag einen weiteren BMW gewonnen. Der Australier fuhr die schnellste Rundenzeit in dieser Qualifikationssimulation, in der es eine Sonderedition des BMW 135i für den Schnellsten zu gewinnen gab. Noch wenige Minuten vor Ende dieser Trainingssitzung, begann es bereits zuregnen. Stoner zog es dann vor in der Box zubleiben. Teamkollege Nicky Hayden allerdings spulte noch 19 Runden im Regen ab.

"Ich weiß wirklich nicht, wo diese Runde herkam", wunderte sich Stoner. "Gerade weil ich auf dieser Strecke noch niemals zuvor auf dem Podium gestanden habe. Diese Strecke war immer so etwas wie ein Angstgegner für mich und die Ducati. Die letzten zwei Rennen hier waren echt schwierig. Aber wir haben gestern Nachmittag eindeutig ein paar gute Sachen herausgefunden. Das gibt und etwas mehr Vertrauen für Jerez."

"Das war ein sehr sehr guter Schritt für uns", freute sich der MotoGP-Weltmeister von 2007 weiter. "Heute Morgen sind wir rausgegangen und haben einfach mal etwas anderes versucht. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl auf dem Bike. Aber es war trotzdem noch nicht die richtige Richtung. Wir sind wieder gegen eine Wand gelaufen. Wir waren schon konstant, wollten aber noch etwas weiter gehen. Am Nachmittag haben wir das Setup hinten am Bike noch einmal etwas geändert. Wir wollten dadurch etwas mehr Traktion erhalten."

"Ich bin dann in die Qualifying-Session gegangen und habe nicht allzu viel erwartet", erinnerte sich der Australier. "Ich dachte, dass die anderen den Einsatz erhöhen. Das haben sie auch gemacht und ihre Runden abgespult. Aber ich habe niemals erwartet, dass ich solche Rundenzeiten wie sie fahren kann und sie niederringen kann."

Nicky Hayden hatte viele Probleme. Das Quali musste er sogar auf seiner Ersatzmaschine bestreiten, Foto: Ducati Corse Press
Nicky Hayden hatte viele Probleme. Das Quali musste er sogar auf seiner Ersatzmaschine bestreiten, Foto: Ducati Corse Press

"Jetzt brauche ich diese zwei Wochen um meinen Körper zu regenerieren und etwas Fitness zu machen", schloss Stoner seine Ausführungen ab. "Das Handgelenk wird immer besser und mein Arm wird wieder stärker. Es stört mich nichts mehr, wenn ich fahre. Daher kann ich diese zwei Wochen jetzt nutzen, um viel zutrainieren und zuversuchen, für den Saisonstart bereit zu sein. Wir freuen uns schon sehr darauf."

Nicky Hayden hatte während des BMW M-Award-Trainings mit Problemen an seinem Motorrad zu kämpfen und musste auf die Ersatzmaschine wechseln. Der letzte 990ccm-Weltmeister war sichtlich enttäuscht.

"Heute Morgen haben wir ein paar kleine Fortschritte gemacht und ich war in der Lage um einiges schneller zu fahren", erklärte der US-Amerikaner Nicky Hayden. "Aber die Qualifikation war ein Disaster. Wir haben vorher noch ein paar Änderungen am Motorrad vorgenommen. Aber uns lief die Zeit davon, um pünktlich fertig zu werden. Daher habe ich zu Beginn dieser Session sehr viel Zeit verloren."

"Als ich dann endlich rausgehen konnte, hatten wir auch noch ein Kupplungsproblem", war der Ducati-Pilot ratlos. "Ich musste auf mein zweites Motorrad wechseln, welches ich dieses Wochenende noch kaum benutzt hatte und das ganz anders abgestimmt war. Casey hat gezeigt, dass unser Paket sehr gut ist. Um ehrlich zu sein: Ich hatte gehofft, zu diesem Zeitpunkt näher an ihm dran zu sein. Aber jetzt ist es endlich Zeit, um Rennen zu fahren. Wir gehen jetzt nach Katar, arbeiten hart und sehen dann, was passiert."