James Toseland erlebte in Indianapolis den reinsten Horror. Zunächst vermieste ihm das Wetter den Spaß am ersten Besuch der MotoGP auf dem Indianapolis Motor Speedway. "Die Bedingungen waren der reinste Horror", sagte Toseland nach dem Rennen. Die Veranstalter hätten richtig reagiert, als sie das Rennen vorzeitig beendeten. "Die Bedingungen waren zu diesem Zeitpunkt unfahrbar. Es war unglaublich." Dabei sei weniger der Regen als der Wind das Problem gewesen.

Doch das Wetter war nur einer der Faktoren, die es Toseland erschwerten. Als Rookie musste er in dieser Saison rund die Hälfte aller Strecken lernen, da er nicht aus einer der beiden WM-Klassen nachrückte. Indy war zwar für alle neu, dafür erschwerte ihm der verregnete Freitag das Abstimmen des Bikes.

"Nach Misano, wo ich wieder in den Top-6 gelandet war, kam ich hier voller Selbstbewusstsein an", verriet er der offiziellen MotoGP-Webseite. Im Qualifying wählte man die falschen Reifen, so dass er nur auf Platz 10 statt in einer der ersten beiden Reihe landete. Dennoch glaubt er: "Wenn es am Sonntag trocken gewesen wäre, hätten wir ein Wörtchen mitgeredet."

James Toseland hofft auf ein gutes Finish., Foto: Steve Swope
James Toseland hofft auf ein gutes Finish., Foto: Steve Swope

Stattdessen fiel er mit einer zu weichen Abstimmung für die abtrocknende Strecke bis auf Platz 18 zurück. Jetzt richtet er seinen Blick auf die letzten vier Rennen. "Motegi ist die letzte der acht Strecken, die ich lernen muss", sagt er. "Das wird erneut ein hartes Wochenende. Ich wünsche mir konstantes Wetter, wofür ich schon das gesamte Jahr bete. Aber bislang lief es meistens nicht, wie ich es wollte. Ich glaube, es gab nur zwei Rennen, wo es nicht geregnet hat."

Für das Rennen in Philipp Island ist er sehr zuversichtlich. "Dort war ich in der Vergangenheit gut und in Malaysia habe ich im Winter getestet." Auch in Valencia ist er schon einige Kilometer gefahren. "Also kann ich die Saison hoffentlich stark abschließen."