Es hatte ein Regenrennen gebraucht, damit Marco Melandri wieder auf das Podest der MotoGP zurückkehren konnte. Das Wie war dem Italiener im Nachhinein aber relativ egal. "Es war so ein schweres Rennen, aber gleichzeitig auch ein Spaß", sagte der Italiener nach seinem zweiten Platz von Le Mans. Zunächst war er es aber vorsichtig angegangen, da es zwar schon etwas feucht, aber noch nicht nass war und er, wie alle anderen, auf Slicks fuhr. "Es war eine schwierige Situation und es gab einige Stürze. Ich habe etwas gewartet, bevor ich [zum Maschinenwechsel] rein kam, weil die Streckenbedingungen sich von Runde zu Runde verändert haben. Als ich dann Hopkins an die Box fahren sah, bin ich ihm gefolgt."
Auf der Maschine mit dem Regensetup fühlte er sich dann gleich wohl, sogar mit der Front, die ihm in diesem Jahr schon des Öfteren Probleme bereitet hatte. Bald war er wieder an Chris Vermeulen und damit der Spitze dran, doch der Australier war diesmal nicht zu schlagen. "Ich wollte nicht zu viel pushen und unnötige Risiken nehmen. In Australien im Vorjahr konnte ich Chris schlagen, aber heute war er an der Reihe. Ich bin aber zufrieden, denn es ist schon eine zeitlang her, seit ich auf dem Podium war", freute sich Melandri.
Auf der anderen Seite der Gresini-Box war die Stimmung nicht so gut. Denn Toni Elias konnte das Rennen nicht beenden. "Die Situation war von der ersten Runde an schwierig - der Regen kam und ich dachte darüber nach, wann die richtige Zeit wäre, um an die Boxen zu kommen, als ich gestürzt bin. Das ist wirklich schade", sagte der Spanier. Denn auch er war in einer guten Position, um recht weit vorne ins Ziel zu kommen - vorausgesetzt, bei ihm hätte die Regenmaschine auch so gut funktioniert. "Ich habe einen harten Schlag auf den Rücken bekommen, aber mehr als die verlorenen Punkte schmerzen, tut es mir für das Team leid", meinte Elias noch.

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