Es sind zwar erst zwei Rennen in diesem Jahr gefahren, aber da nur ständige Evaluierung auch kontinuierlichern Fortschritt bringt, ist es bei KTM an der Zeit, erstmals die bisherige Leistung zu bewerten. "Bei den ersten beiden Rennen wurde uns genau das bestätigt, was wir erwartet hatten: das Leistungsniveau in der 125er und der 250er ist sehr hoch. Wir hatten etwas Pech mit Stürzen und ein paar technische Probleme, die uns davon abhielten, voll anzugreifen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das Blatt in den nächsten Rennen wenden können", wird Teamkoordinator Francesco Guidotti auf der offiziellen Seite der MotoGP zitiert.
Vor allem die Stürze sind den Piloten bislang teuer zu stehen bekommen. So riss sich Hiroshi Aoyama in Katar einige Bänder im kleinen Finger der rechten Hand und Randy Krummenacher brach sich in Jerez den Mittelhandknochen. Beide waren aber in den Rennen unterwegs und Aoyama konnte in Spanien sogar den siebten Platz holen. Tomoyoshi Koyama verletzte sich zwar nicht, gab aber durch einen Sturz in Jerez einen Spitzenplatz aus der Hand. Bleiben noch Mika Kallio, der in diesem Jahr in die 250er gewechselt ist und der Amerikaner Steve Bonsey.
Auch Kallio war bislang zwei Mal unter den Ausfallopfern, scheint sich aber gut an die 250er gewöhnt zu haben, was auch Guidotti so sah. "Jetzt muss er einen Schritt nach vorne machen und das wird sicher etwas schwerer. Es ist schade, dass er in den vergangenen beiden Rennen Pech hatte, weil er ein sehr schneller Fahrer ist", erläuterte der Teamkoordinator. Bonsey hat sich auch recht gut bei seinem neuen Team eingefunden und immerhin bereits seine ersten WM-Punkte geholt. "Ich denke, dass Stevies 13. Platz ein bisschen eine Überraschung war. Er mag die Strecke bereits gekannt haben, aber das ist trotzdem ein großartiges Resultat für das zweite Rennen", meinte Guidotti.
Doch so gut wird es für den Amerikaner nicht weitergehen, erklärte der Italiener weiter. "Es wird ein Jahr, in dem er Opfer bringen muss, weil er die anderen Strecken überhaupt noch nicht kennt. Er ist jung und weit weg von zuhause, was sich auf einen Fahrer auswirken kann. Aber wir hoffen, dass er das durchsteht und sich weiter verbessert. Der erste Eindruck war wirklich gut", sagte Guidotti.

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