Nach Valentino Rossi und Dani Pedrosa tauscht nun auch der dreifache MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo seine zwei gegen vier Räder ein. "Es beginnt eine neue und aufregende Phase meines Lebens", heißt es im dazugehörigen Instagram-Post von Lorenzo. Und weiter: "Wir sind ein starkes, vereintes und ambitioniertes Team und ich freue mich schon darauf, mitzumachen und zu beweisen, dass ich auch auf vier Rädern durchaus wettbewerbsfähig bin."

Nachdem Lorenzo in der Offseason bereits im E-Sports-Ableger der Rennserie hinter dem Steuer saß, wird er nun Anfang Mai in Imola das echte Lenkrad des Boliden in Händen halten. Und auch die nachfolgenden Rennen finden auf italienischen Traditionsrennstrecken statt. Unter anderem stehen nämlich Misano, Mugello und Monza im neuen Rennkalender des frischgebackenen Autorennfahrers.

Ein Einzelfall ist diese Entwicklung allerdings nicht. Neben Jorge Lorenzo haben nämlich bekanntlich auch Dani Pedrosa und Valentino Rossi erst kürzlich verkündet, dass sie zukünftig mit vier Rädern auf der Rennstrecke unterwegs sein werden - Rossi in der GT World Challenge 2022 und Pedrosa in der Lamborghini Super Trofeo Europe Series.

Lorenzo 2021 im PCCI-Meisterteam

Dass Lorenzo in der Rennserie von Anfang an hoch im Kurs steht, lässt sich an dem Umstand ablesen, dass sein "Q8 Hi Perform-Team" 2021 mit Alberto Cerqui den Meistertitel gewinnen konnte. Ob der Mallorquiner den damit verknüpften Erwartungen gerecht werden kann, wird sich schon bald zeigen, denn auch wenn der dreifache MotoGP-Weltmeister ohnehin niemandem mehr etwas beweisen muss, gilt doch wie stets: Nichts ist älter als der Erfolg von gestern.

Zusätzlich wird Lorenzo 2022 einen Gaststart im Porsche Mobil 1 Supercup abhalten. Erneut bestreitet der Supercup seine Saison ausschließlich im Rahmen europäischer Läufe zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft. Den Auftakt bildet der Große Preis der Emilia Romagna, den Lorenzo gleich für sein Gastspiel nutzt. Der 34-Jährige nimmt im Rahmen des F1-Wochenendes im von Porsche Motorsport eingesetzten VIP-Fahrzeug mit der Startnummer 911 teil. Beim Supercup-Saisonvorbereitungstest in Imola stimmte er sich bereits auf den rund 375 kW (515 PS) starken Cup-Neunelfer ein.

Lorenzo testete bereits in Imola -
Lorenzo testete bereits in Imola -Foto: Porsche AG

Endgültig verschwunden ist Lorenzo aus der MotoGP allerdings nicht. Er wird in dieser Saison nämlich auch als Co-Kommentator bei DAZN in Spanien tätig sein.