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MotoGP

MotoGP - Misano: Alle Stimmen zum Rennsonntag

Das MotoGP-Rennen in Misano ist eine klare Angelegenheit für Bagnaia, während Quartararo einen weiteren Schritt Richtung Titel macht. Alle Stimmen.
von Florian Niedermair

1. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Ich habe meinen besten Start überhaupt gemacht. Es war unglaublich! Danach habe ich versucht die Reifen zu managen. Die letzten Runden waren sehr schwer, weil Fabio vier oder fünf Zehntel pro Runde aufgeholt hat. Ich wusste aber auch, dass die Ducati in Misano nicht leicht zu überholen ist. Der Sieg hier war noch viel spezieller als jener in Aragon weil es vor Heimpublikum passiert ist. Es war eine große Ducati-Party auf den Tribünen."

2. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Ich habe gegen Pecco alles versucht. Um ehrlich zu sein, habe ich heute sogar die Meisterschaft weitgehend vergessen. Ich war sehr nah am Limit. Ich hatte einige Momente mit der Front, es war heute nahe an einem Nuller, aber am Ende ist ein Ergebnis von 20 Punkten hier in Misano sehr positiv. Ihr könnte euch vorstellen, wie froh ich bin, dass es trocken geblieben ist."

3. Enea Bastianini (Esponsorama Avintia Ducati): "Es war ein unerwartetes Ergebnis, aber seit heute Morgen dachte ich, dass es möglich ist, denn ich sah, dass ich leicht gute Rundenzeiten fahren konnte. Wir fanden ein gutes Setup, dadurch war es ein Genuss zu fahren. Ich wollte Quartararo und Bagnaia vor mir attackieren, aber ich war schon ziemlich am Limit. Ich bin sehr glücklich mit diesem 3. Platz."

4. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin wirklich zufrieden mit unserer Leistung heute, denn ehrlich gesagt habe ich dieses Ergebnis nicht erwartet! Am Anfang war ich ruhig und ehrlich gesagt nicht sehr schnell unterwegs, aber Schritt für Schritt wurden wir schneller und unser Gefühl verbesserte sich. Ich bin stolz auf den mittleren Teil des Rennens, da ich eine bessere Pace als Mir hatte. Auf der letzten Runde hatte ich nicht das Gefühl, angreifen zu können, aber Mir und Miller gingen weit und da sah ich meine Chance."

5. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Pecco hatte dieselbe Reifenkombination wie ich. Deshalb lag es nicht an der Reifenwahl. Am Anfang des Rennens fühlte ich mich sehr wohl, aber irgendwann begannen Vibrationen, ich weiß nicht woher die kamen, das müssen wir noch analysieren."

Jack Miller verlor fiel nach einer guten Startphase auf Platz 5 zurück. - Foto: LAT Images

6. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Ich bin enttäuscht. Ich habe mir viel mehr erwartet, aber zu Beginn war ich einfach nicht in der Lage, zu überholen. Wir haben den falschen Vorderreifen gewählt und so ging es für mich einfach nur darum, in diesem Rennen zu überleben. Dabei hatte ich mir eigentlich vorgenommen, zu attackieren. Das war kein schönes Gefühl. Jetzt müssen wir es im Test schaffen, uns zu verbessern, um in den letzten Rennen wieder größeres Potenzial zu haben."

7. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Am Ende des Tages bin ich überrascht über den Rhythmus, den wir im Rennen hatten, denn während des Wochenendes kämpfte ich damit, unter die 33,0er Zeit zu kommen, aber wir fuhren das Rennen in jeder Runde unter dieser Zeit. Natürlich ist die Position nicht das, was wir anstreben, aber es lief besser als ich erwartet hatte. Wir sind aus der zweiten Reihe gestartet und haben den siebten Platz belegt, also nur knapp hinter den ersten Vier, und mit diesem Ergebnis sollten wir zufrieden sein."

8. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Ich bin über das Ergebnis nicht enttäuscht. Ich blieb während des gesamten Rennens im Kampf um den vierten Platz. Es war sehr schwierig, die RS-GP hier ans Limit zu bringen. Es fehlte uns an Stabilität, ich habe einige Fehler gemacht, die mir Positionen gekostet haben."

9. Brad Binder (Red Bull KTM): "Ich habe heute alles gegeben. Ich habe das Gefühl, dass wir von gestern auf heute einen großen Schritt gemacht haben. Wir sind auf Platz 9 gelandet, obwohl ich das ganze Wochenende damit Probleme hatte in die Top-17 zu kommen."

10. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Meine Pace war ziemlich konstant, aber es fiel uns sehr schwer, zu Überholen. Alleine hatte ich eine gute Pace, aber im Verkehr konnten alle anderen viel einfacher vor der nächsten Kurve ein Überholmanöver machen, während ich lange hinter anderen Fahrern hängenblieb."

11. Michele Pirro (Ducati Lenovo): Zitat folgt

12. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Nicht das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte. Ich hatte keinen guten Start und habe sofort ein paar Positionen verloren. Sobald ich in der Lage war, eine gute Rennpace wiederzufinden, machte ich einen Fehler in T1 und bekam einen Long-Lap-Penalty. Danach war es unmöglich zurückzukommen."

13. Maverick Vinales (Aprilia Gresini): "Weitere 27 Runden, um die RS-GP kennenzulernen - ein Rennen, bei dem ich auch verschiedene Bewegungen im Sattel und unterschiedliche Flugbahnen ausprobiert habe, um herauszufinden, wie ich das Beste aus diesem Motorrad herausholen kann. Um ehrlich zu sein, hatte ich etwas mehr erwartet. Ich habe am Start viel Boden verloren und hatte generell mehr mit dem Motorrad zu kämpfen als erwartet."

14. Stefan Bradl (HRC Honda): "Ich bin zufrieden mit dem, was wir an diesem Wochenende erreicht haben, wieder in die Punkte zu fahren war das Ziel. Natürlich hätte ich als Rennfahrer gerne eine bessere Platzierung erreicht, aber dieses Ergebnis ist akzeptabel."

15. Alex Marquez (LCR Honda): "Positiv ist, dass wir das Rennen beendet und einen Punkte geholt haben. Ich war im Rennen aber von Beginn an zu langsam, hatte kein Gefühl für das Hinterrad und konnte nur sehr schwer Grip aufbauen. Das gesamte Wochenende über habe ich mich diesbezüglich wohlgefühlt. Im Warm Up war das Feeling mit gebrauchten Reifen gut und mir sind niedrige 1:33er-Zeiten gelungen. Ich weiß nicht, was im Rennen passiert ist."

16. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Wir haben es geschafft, eine bessere Pace als im Training zu fahren. Ich hatte nicht erwartet, so schnell und konstant zu sein, um ehrlich zu sein. Ich hatte viel zu kämpfen, aber ich habe mein Bestes gegeben, um wenigstens einen Punkt zu holen. Aber in den letzten vier Runden war ich ziemlich fertig mit mir selbst und kämpfte mit dem Motorrad."

17. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Das Rennen war nicht so schlecht. Ich hatte eine schlechte Startposition und auf der ersten Runde gab es etwas Konfusion, weshalb ich Letzter war. Nachher hatte ich die Pace, die ich erwartet hatte, ich war in der Lage ein paar Plätze aufzuholen aber es reichte nicht für die Punkte."

18. Franco Morbidelli (Monster Energy Yamaha): "Heute Morgen hatte ich nicht geglaubt, dass es möglich wäre, dieses Rennen zu bestreiten, weil ich ein wenig mit meinem Bein zu kämpfen hatte. Aber mit ein paar Schmerztabletten und Adrenalin habe ich es geschafft, das ganze Rennen zu fahren und auch ziemlich konstant zu sein. Ich habe ein paar Dinge über das Motorrad verstanden, das ist positiv, und ich bin wirklich froh, zurück zu sein."

19. Luca Marini (Sky VR46 Avintia Ducati): "Ich hatte keinen schlechten Start, aber ich hatte von Anfang an nicht den Speed, um die Fahrer in meiner Gruppe zu überholen. Im Windschatten ist dann die Temperatur des Vorderreifens gestiegen, und das ist ein Aspekt, an dem ich arbeiten muss, denn ich bin es noch nicht gewohnt, damit optimal umzugehen. Am Ende war dann der Hinterreifen links stark beschädigt."

20. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "In der dritten Kurve bin ich mit Iker zusammengestoßen und habe mir dabei den linken Flügel gebrochen. Bis zu diesem Zeitpunnkt sah das Rennen vielversprechend aus. Danach war es schwierig, weil das Motorrad nicht mehr die richtige Balance hatte, aber ich denke, so etwas kann passieren, wenn man sich in der Startaufstellung weit hinten qualifiziert."

21. Andrea Dovizioso (Petronas Yamaha): "Es war eine wirklich seltsame Erfahrung, von Platz 24 aus ins Rennen zu gehen, aber es war gut, denn wir wollten während des gesamten Rennens konstant sein und lernen. Leider musste ich eine lange Strafe absitzen und verlor die Gruppe, aber danach konnte ich ein wenig spielen und mehr Dinge verstehen. Ich bekam viel gutes Feedback vom Bike, aber wir müssen unsere Performance noch analysieren."

DNF Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Es war sicherlich nicht das beste Ende an einem ansonsten guten Wochenende. Denn FP4 und das Warm Up waren gut. Aber so etwas passiert wenn man am Limit fährt. In der Runde zuvor war eigentlich alles gleich, das sah ich auf den Daten. Wir hatten, den selben Bremsdruck, die selbe Linie und ich fuhr über denselben Bump aber diesmal verlor ich die Front. Ich war einfach nicht in der Lage meine Pace zu halten."

DNF Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Für das Rennen haben wir eine andere Basis ausprobiert als im Warm Up, aber irgendwie hat nichts funktioniert. In den ersten zehn Runden war ich in der mittleren Gruppe des Rennens und kämpfte nahe an den Top 10, aber ich stürzte in jeder Kurve fast. Schließlich verlor ich in Kurve 4 das Heck. Mir geht es gut, aber wir verstehen nicht warum."

DNF Jorge Martin (Pramac Ducati): "Es ist sehr schade. Denn ich bin gut gefahren. Ich war in der Spitzengruppe und hätte um das Podium kämpfen können. Ich habe einen Fheler gemacht und bin ausgerutscht. Ich habe dann versucht, neu zu starten, aber das Motorrad bewegte sich zu stark; ich wollte kein weiteres Risiko eingehen."