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MotoGP

Fabio Quartararo erklärt Aragon-Debakel: Wieder Michelin!

In Silverstone klagten Joan Mir und Francesco Bagnaia über fehlerhafte Rennreifen. Nun erwischte es WM-Leader Fabio Quartararo.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Nach fünf Rennen in Serie, in denen Fabio Quartararo seinen Vorsprung in der MotoGP-Weltmeisterschaft kontinuierlich ausgebaut hatte, musste der Yamaha-Star am Sonntag in Aragon eine herbe Niederlage einstecken. Von Startplatz drei aus gestartet ging es für Quartararo sofort nach hinten, am Ende reichte es nur zu Rang acht. Was war los?

Die Antwort auf diese Frage hatte Quartararo schnell gefunden: "Nach dem Warm-Up hatte ich damit gerechnet, heute um die Podiumsplätze zu kämpfen. Ich habe mich wirklich gut gefühlt, vor allem mit den gebrauchten Reifen. Im Rennen hat mein Hinterreifen aber vom Start weg nicht richtig funktioniert. Deshalb bin ich nach und nach zurückgefallen. Ich weiß nicht was passiert, aber es hat sich angefühlt, als hätte der Reifen schon am Start 15 Runden absolviert."

Was passiert ist scheint klar, auch wenn es Quartararo nicht aussprechen wollte. Immer wieder klagen in dieser Saison Fahrer über fehlerhafte Michelin-Reifen im Rennen, zuletzt in Silverstone etwas Francesco Bagnaia und Joan Mir. Nun dürfte es Quartararo erwischt haben. "So ein Gefühl hatte ich das gesamte Wochenende nie", erklärte er. "Ich hatte keine Performance beim Bremsen, keinen Grip und keine Traktion."

MotoGP: Deshalb ging Fabio Quartararo in Aragon unter: (11:05 Min.)

In Verbindung mit einer für Yamaha ohnehin schwierigen Strecke war Quartararo somit chancenlos: "Das Überholen ist hier für uns ohnehin eine Katastrophe. Von Kurve 15 bis Kurve eins verlieren wir in jeder Runde drei bis vier Zehntelsekunden. Diese Zeit müssen wir dann in den folgenden Kurven gutmachen. Erst dann bin ich einer Position, um zu überholen. Es ist ziemlich schwierig."

Lotterie in der MotoGP: Was ist mit den Reifen los?: (10:09 Min.)

Fabio Quartararo trotz Debakel entspannt

Quartararo nahm die Niederlage von Aragon aber gelassen. "Es ist kein Desaster. Positiv für mich ist, dass ich heute nie aufgegeben habe, auch wenn es für mich nur um Platz sieben, acht oder neun ging. Trotz der Enttäuschung habe ich um jeden Punkt gekämpft. Diese Art von Rennen sind für die Weltmeisterschaft extrem wichtig", meinte der Franzose stolz.

Fünf Rennen vor Saisonende führt Quartararo in der Gesamtwertung nun 53 Punkte vor Francesco Bagnaia und 57 vor Joan Mir.


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