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MotoGP - Maverick Vinales: Ich war blockiert, musste etwas tun

Nach dem Chaos der vergangenen Monate hat Maverick Vinales bei Aprilia seine neue MotoGP-Heimat gefunden. In Aragon startet dieses neue Kapitel für ihn.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Nach zwei Rennen Zwangspause feiert Maverick Vinales am Sonntag in Aragon sein MotoGP-Comeback. Seine Yamaha-Uniform tauschte er im August gegen eine Lederkombi im Aprilia-Design und gab sich am Donnerstag topmotiviert für sein neues Team.

"Ich bin mehr als nur gespannt, bin hungrig und motiviert, dieses gemeinsame Kapitel mit Aprilia zu starten", erklärte er im Zuge der offiziellen Pressekonferenz. "Die letzten Wochen waren eine Befreiung für mich. Ich war blockiert, musste etwas tun. Ich musste mich selbst weiterentwickeln. Das war die Gelegenheit dazu."

Vergangene Woche bestritt Vinales in Misano einen ersten Test auf der Aprilia RS-GP und war sofort wieder vom Rennfieber gepackt: "Als ich den Test absolviert habe, wollte ich sofort wieder Rennen fahren. Ich fühle mich auf diesem Motorrad wohl und konnte mich schnell anpassen. Ich sah keinen Grund mehr, noch länger zuhause zu sitzen."

Superbike-WM war nie Thema

Ab sofort ist Vinales Stammfahrer bei Aprilia, wo er den glücklosen Lorenzo Savadori für die letzten sechs Saisonrennen ersetzen wird. Da er bislang aber nur zwei Testtage bestreiten konnte, sind die Erwartungen bescheiden: "In diesen Rennen geht es nur darum, die nächste Saison vorzubereiten. Ich will schnell und viel lernen - das ist für mich das Wichtigste."

Mit Gerüchten, wonach er nach seinem Aus bei Yamaha überlegt hätte, für einige Rennen in der Superbike-WM zu starten, verwies Vinales in das Reich der Märchen: "Ich habe nie darüber nachgedacht, in der der WSBK zu fahren. Das ist nicht mein Ziel. Ich wollte hier in der MotoGP weitermachen - auf der Marke, mit der ich meine Zukunft plane."

Die Vergangenheit will Vinales hingegen hinter sich lassen. Seit Monaten hatte er mit seinem internen Streit mit Yamaha die Negativschlagzeilen gepachtet. Über diese schwierige Zeit will er nicht sprechen: "Alles bewegt sich so schnell weiter. Ich will darüber nicht mehr reden."


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