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MotoGP

MotoGP Silverstone: Alle Stimmen zum Quartararo-Triumph

Fabio Quartararo gewinnt in Silverstone, während alle anderen Fahrer Punkte liegen lassen. Alle Stimmen zum Rennsonntag beim Großbritannien-GP.
von Florian Niedermair

1. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Dieser Sieg fühlt sich großartig an. Das Qualifying gestern war schwierig und hat mir etwas Selbstvertrauen gekostet. Im 4. Freien Training hatte ich aber eine super Pace und habe mich toll gefühlt.

Ich fühlte mich am Start großartig und blieb ruhig. Ich habe nur ein paar Fehler gemacht und hatte das Gefühl, dass ich beim Bremsen wirklich gut war. Als ich 3 Sekunden Vorsprung hatte, sagte ich: 'Okay, jetzt wird es Zeit, langsam zu fahren und keine Fehler zu machen', und in der letzten Runde genoss ich einfach die Strecke und fuhr immer noch langsam."

2. Alex Rins (Suzuki Ecstar): "Ich bin sehr glücklich mit dem zweiten Platz. Wenn man von P10 startet, ist es nicht einfach. Ich sagte immer, dass wir den Level und die Pace haben - und jetzt haben wir endlich wieder ein Rennen an der Spitze beendet. Ich versuchte, das Rennen so gut als möglich unter Kontrolle zu halten."

3. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Das ist ein Traum! Ich bin extrem glücklich. Es war ein langer und harter Weg. Ich habe immer an dieses Projekt geglaubt und mehr gearbeitet, als jemals zuvor. Ich will das jetzt genießen, aber gleichzeitig noch mehr erreichen. Wir befinden uns an einem guten Punkt und müssen weiterarbeiten. Es war kein einfaches Rennen, denn ich hatte eine gute Pace, wollte aber keine Fehler machen."

Erlösung bei Aprilia: Aleix Espargaro sorgt für das erste MotoGP-Podium des italienischen Herstellers. - Foto: LAT Images

4. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Das Rennen war in Ordnung auch wenn wir natürlich gerne auf dem Podium gestanden wären. Gegen Ende des Rennens konnten wir Podiums-Potenzial hatten. Denn ich sparte Reifen und attackierte erst nach Runde 5 oder 6. Meine Strategie war sicher nicht schlecht aber unsere Startposition war nicht gut genug."

5. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Ich habe das Rennen sehr genossen. Genau das war das Gefühl, das ich nach den Strapazen gesucht habe. Das Rennen anzuführen, war etwas ganz Besonderes. Wir haben uns für den weichen Hinterreifen entschieden, weil wir damit das beste Gefühl hatten, aber es war nicht genug, um um das Podium zu kämpfen. Ich war bis zur Mitte des Rennens voll dabei, kämpfte und genoss es. Als der Grip nachließ konnte ich die Lücke nach hinten kontrollieren."

6. Brad Binder (Red Bull KTM): "Alles in allem war heute ein solider Tag. Ich hatte einen schwierigen Start ins Rennen und hatte in den ersten Runden viel zu kämpfen, aber im weiteren Verlauf des Rennens wurde ich immer stärker. Ich bin wirklich zufrieden mit dem Rhythmus, den ich bis zum Ende beibehalten konnte."

7. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Ich bin sehr glücklich. Das Qualifying gestern war schwierig für mich, denn ich habe einige Fehler gemacht, aber ich wusste dass die Pace da war. Der Start des Rennens war in Ordnung, obwohl ich versucht habe, die Reifen ein wenig zu schonen. Runde für Runde gelang es mir, meine Rundenzeit zu verbessern, und ich konnte viel aufholen."

Bestes Trocken-Resultat: Iker Lecuona fuhr auf Platz 7. - Foto: LAT Images

8. Alex Marquez (LCR Honda): "Wir können glücklich und stolz auf das Rennen sein, das wir gefahren sind. Die Wahl des weichen Hinterreifens für das Rennen war richtig für uns. Er funktionierte wie erwartet und half mit dem Grip am Heck, der uns fehlt, aber wir haben uns gut geschlagen und das Rennen verlief gut."

9. Joan Mir (Suzuki Ecstar): "Um ehrlich zu sein war das Gefühl heute wirklich gut. Ich fühlte mich sicher mit meinem Motorrad und wusste, dass ich ein gutes Renntempo fahren kann. Doch dann begann ich mit der Front zu kämpfen, was völlig unerwartet war, und ich verlor in den letzten Runden viel Zeit. Dieses Problem begann in der 10. Runde, und von da an war es ein ziemlicher Kampf."

Im Gegensatz zu Alex Rins konnte Joan Mir seine Suzuki nicht auf die Spitzenplätze bewegen. - Foto: LAT Images

10. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Wir haben es geschafft, unser Ziel zu erreichen, das wir uns gestern gesetzt haben. Leider habe ich beim Überholen viel Zeit verloren, vor allem auf der Geraden. Ich habe jetzt wirklich ein sehr gutes Gefühl auf dem Motorrad, Aragon könnte der KTM noch besser liegen. "

11. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Es war ein schwieriges Wochenende; ich hatte viel zu kämpfen. Wir haben viel gearbeitet, aber ich konnte nicht das erreichen, was ich mir erhofft hatte. Jetzt endet dieses Kapitel und wir konzentrieren uns darauf, in Aragon gut abzuschneiden."

12. Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): "Ich bin glücklich, denn ich wusste, dass es nach den beiden schweren Stürzen, die wir hatten, kein einfaches Rennen für mich werden würde, da ich nicht bei 100% war. Ich hatte einen schlechten Start, also habe ich versucht, am Anfang konservativ zu fahren. In der Mitte des Rennens hatte ich dann eine gute Pace und konnte einige Positionen gutmachen."

13. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Von P15 in der Startaufstellung hatte ich einen guten Start und konnte mich in der ersten oder zweiten Runde auf P10 verbessern. Von Anfang an fühlte ich mich recht wohl und hatte eine gute Pace auf dem Motorrad. Ich dachte, ich hätte heute die Chance, ein gutes Rennen zu fahren. Aber in der zweiten Rennhälfte hatte ich einen starken Einbruch des Hinterreifens und es war sehr, sehr schwierig, auf dem Motorrad zu bleiben."

14. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Nach einem perfekten Wochenende, an dem ich mich wirklich stark fühlte, hat heute im Rennen leider etwas nicht funktioniert. Jetzt werden wir alle Daten analysieren und verstehen, warum ich in den ersten Runden keinen Grip am Heck hatte. Ich war mir sicher, dass ich ein wirklich gutes Rennen fahren könnte, nachdem ich das ganze Wochenende über schnell war"

Pecco Bagnaia hatte in Silverstone massive Reifenprobleme. - Foto: LAT Images

15. Luca Marini (Sky VR46 Ducati): "Mit der heutigen Position kann ich natürlich nicht zufrieden sein. Ich hätte um die Top 10 kämpfen können, ich kam gut mit dem Heck zurecht und hoffte auf den letzten Runden noch mehr im Köcher zu haben. Ich komme bei einem Überholversuch nicht nah genug an die Vorderleute heran, um auf der Bremse zu Überholen. Daran müssen wir arbeiten. "

16. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): "Es war nicht das Rennen, das wir uns vorgestellt hatten, zumindest was das Ergebnis angeht. Ich hatte das Gefühl, dass ich von Anfang an nicht viel Grip hatte. Bei mir hat es an diesem Wochenende nicht wirklich geklickt. Hoffentlich können wir mit einer positiven Einstellung weiterarbeiten und die Dinge in Aragon wieder in unsere Richtung lenken."

17. Cal Crutchlow (Monster Energy Yamaha): "Ich habe das Rennen genossen. Natürlich bin ich über meine Platzierung enttäuscht, aber insgesamt bin ich mit meiner Leistung und den Rundenzeiten zufrieden. Wir sind hierher gekommen, um einen guten Job zu machen, und ich denke, das haben wir geschafft. Ich bin einfach zu weit hinten gestartet. So einfach war das, denn ich hatte das Gefühl, dass ich eine etwas bessere Pace hatte, um mit den Jungs weiter vorne mitzufahren."

18. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Es ist schade. Ich wollte ein gutes Ergebnis holen, aber das gelang mir nicht. Der Start auf dem Medium war für mich schwierig, aber wir hatten aufgrund der Temperaturen keine andere Wahl. Nach fünf oder sechs Runden viel der Reifen komplett ab und die rechte Flanken bot keinen Grip mehr. Wir rechneten mit einigen Problemen, aber nicht damit, dass es so schlimm kommen würde."

Enttäuschung am Sonntag: Valentino Rossi fällt nach gutem Qualifying weit zurück - Foto: LAT Images

19. Jake Dixon (Petronas Yamaha): "Ich habe mich das ganze Wochenende über gut gefühlt und war heute richtig stark, vor allem beim Warm Up. ei dem Tempo, das ich hatte, hatte ich das Gefühl, dass ich mit den Jungs in der hinteren Gruppe mithalten konnte. Im Rennen hatte ich nicht das gleiche Gefühl und der Grip war anders. Das ist ein bisschen frustrierend. Es war eine tolle Erfahrung, auch wenn ich mir vom Rennen mehr erhofft hatte."

DNF: Jorge Martin (Pramac Ducati): "Auch diese unglücklichen Momente gehören zum Rennsport. Es ist schade, denn ich hatte das Gefühl, dass ich ein tolles Rennen hätte haben können. Marc ist gekommen, um sich zu entschuldigen. Jetzt gilt es, alles komplett zu vergessen und sich auf das nächste Rennen zu konzentrieren."

DNF: Marc Marquez (Repsol Honda): "Zuallererst möchte ich mich bei Jorge Martin entschuldigen. Ich war schon bei ihm und seinem Team. Es war mein Fehler; ich war zu optimistisch bei diesem Überholmanöver. Rennen sind manchmal so, und heute war ich es, der den Fehler gemacht hat. Insgesamt war das Wochenende recht gut, denn wir waren in vielen Sessions schnell, selbst nach dem schweren Sturz am Freitag."