Motorsport-Magazin.com Plus
MotoGP

MotoGP-Test: Stefan Bradl nach Crash angeschlagen

Stefan Bradl trug bei diesen MotoGP-Testfahrten die Hauptlast der Entwicklung bei Repsol Honda. Am Mittwoch musste er vorzeitig aufgeben.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Stefan Bradl musste den MotoGP-Test am Mittwoch vorzeitig abbrechen. Der Honda-Testfahrer ging nach 15 Runden zu Boden und klagte danach über starke Nackenschmerzen. Um 16:38 Uhr informierte Repsol Honda via Twitter, dass Bradls Tag zu Ende sei.

An der abschließenden Zeitenjagd, bei der der MotoGP-Rundenrekord zweimal geknackt wurde, konnte sich der Deutsche somit nicht mehr beteiligen. Das Tagesklassement schloss Bradl mit einem Rückstand von 1,791 Sekunden auf Jack Miller nur auf dem 16. Rang ab. Mit einer Zeit von 1:54,974 Minuten lag er damit sogar sieben Zehntelsekunden hinter seiner persönlichen Bestzeit der ersten Testfahrten am vergangenen Wochenende.

Für Bradl sind die Nackenschmerzen der erste Wermutstropfen dieses MotoGP-Tests, denn bislang vertrat er den verletzten Marc Marquez gut. Mit 175 Runden absolvierte er von Freitag bis Sonntag die meisten Laps aller Fahrer, zudem stellte er die Honda an allen drei Tagen in die Top-5 und fuhr zwei der zehn schnellsten Zeiten des ersten Tests.

Bradl trägt Hauptlast

Da er mit Pol Espargaro einen Teamkollegen hat, der am Samstag seine ersten Runden auf der Repsol Honda drehte, obliegt Bradl ein Großteil der Entwicklungsarbeit. So hatte er am Mittwoch erneut neue Teile an seinem Motorrad: Diesmal war es eine neue Verkleidungs-Variante.

Repsol Honda hofft daher, dass Bradls Nackenschmerzen über Nacht behandelt werden können, damit der Deutsche für die letzten beiden Testtage vor MotoGP-Saisonstart wieder einsatzfähig ist. In den kommenden Tagen könnte sich auch entscheiden, ob er in zwei Wochen beim Katar-GP an den Start geht: Marc Marquez hat eine Untersuchung, bei der die Knochendichte seines dreifach operierten Oberarms überprüft wird. Danach wird entschieden, ob ein Comeback beim Saisonstart realistisch ist oder nicht.


Weitere Inhalte:
Tissot