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MotoGP - Vinales verzweifelt: Können nichts gegen Suzuki tun

Maverick Vinales sieht sich im MotoGP-Titelduell klar im Nachteil. Der Grund: Seine Yamaha. Ein Motorrad, das die Hälfte aller Rennen gewonnen hat.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Maverick Vinales macht sich keine großen Hoffnungen mehr auf den MotoGP-Titel. Nach dem Aragon-Doppel, bei dem er zehn Punkte auf WM-Leader Joan Mir einbüßte, gab er ernüchtert: "Deren Motorrad ist auf einem anderen Level. Wie können nichts gegen sie tun."

MotoGP-Analyse Aragon: Titel-Duell nun klar - Suzuki vs Yamaha: (36:12 Min.)

"Die Suzuki kann schneller umlegen und hat höhere Kurvengeschwindigkeit. Sie können es sich leisten, am Kurveneingang ein paar Meter zu verlieren. Das können wir gar nicht aufholen, indem wir früher ans Gas gehen", so Vinales.

Der Katalane lag nach den beiden MotoGP-Rennen in Misano nur einen Punkt hinter der Spitze, schaffte es seither aber in vier Rennen in Folge nicht auf das Podest. Im gleichen Zeitraum holten die Suzuki-Asse Alex Rins und Joan Mir jeweils drei Podien und machten den japanischen Hersteller somit zum WM-Favoriten.

Führt "schlechtes Motorrad" die Konstrukteurs-WM an?

Vinales stellte die GSX-RR am Sonntag als übermächtig dar: "Man sieht es an den Resultaten von Mir: Er fährt nur zweite und dritte Plätze ein. Der einzige Grund, dass er noch kein Rennen gewonnen hat, sind seine schlechten Startpositionen."

Seine Aussagen wirken bei einem Blick in die Statistik allerdings kurios: Denn Yamaha konnte sechs der bisherigen elf MotoGP-Rennen gewinnen und ist der einzige Hersteller, der drei aktuelle Siegfahrer in seinen Reihen hat. In der Konstrukteurs-WM steuert Yamaha klar auf den Titel zu und liegt bereits 37 Punkte vor Ducati und sogar 45 vor Suzuki. Auch am Sonntag gab es durch Franco Morbidelli einen Yamaha-Sieg.

"Wenn unser Motorrad vom Freitag an gut funktioniert, können wir gewinnen, aber wenn es nicht funktioniert, sind wir machtlos", so Vinales. "Wenn die Strecke guten Grip hat, ist die Yamaha das beste Motorrad. Aber wenn es keine Grip gibt, haben wir keine Chance. Ich habe die Leistung verändert, die Motorbremse, das Mapping, bin flüssig gefahren, bin aggressiv gefahren - aber die Rundenzeiten waren immer gleich."

Für Valencia rechnet sich Vinales somit kaum Chancen aus: "Wir müssen versuchen ein perfektes Motorrad hinzustellen und einen perfekten Start zu erwischen. Und selbst dann können wir im Rennen nur abwarten, was passiert. Ich habe ein paar Ideen, wie wir uns verbessern können, aber es wird schwer, da wir uns seit dem Malaysia-Test in Februar nicht verbessert haben."


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