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MotoGP: Ducati-Boss nimmt zu Lorenzo-Gerücht Stellung

MotoGP-Comeback? Jorge Lorenzos Umfeld sprach zuletzt schon von Gesprächen. Nun äußerte sich Ducati-Boss Paolo Ciabatti zu den Gerüchten.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Feiert Jorge Lorenzo 2021 ein Comeback als MotoGP-Stammfahrer? Diese Spekulation macht seit einigen Wochen die Runde in der Gerüchteküche. Der fünffache Motorrad-Weltmeister soll mit einer Rückkehr zu Ducati liebäugeln.

Anfang Juli preschte Lorenzos Vater Chico in einem Podcast mit der Aussage vor, Lorenzo würde bereits mit dem italienischen Hersteller verhandeln. Davon will Ducati-Renndirektor Paolo Ciabatti allerdings nichts wissen: "Es gibt im Moment keinen Kontakt", bestätigte er in Jerez im Interview mit dem spanischen DAZN-Ableger.

"Es sieht so aus, als würde Jorge zu Ducati zurückkehren wollen, um seine Karriere auf eine andere Art und Weise zu beenden. Aber aktuell ist das lediglich eine Idee in Jorges Kopf", so Ciabatti weiter. Offiziell spricht Ducati ohnehin nur davon, an einer Lösung mit Andrea Dovizioso zu arbeiten.

Ducati will Dovizioso behalten

Aktuell liegen die Gespräche allerdings auf Eis, wie Teammanager Davide Tardozzi bereits am Freitag in einem Interview im offiziellen Livestream der MotoGP bestätigte. Demnach wollen beide Seiten die Ergebnisse der ersten Rennen abwarten und erst ab Mitte August in die heiße Phase der Verhandlungen eintreten.

Die stärkere Verhandlungsposition dürfte dabei Ducati haben, denn auf dem Transfermarkt sind so gut wie alle Würfel gefallen und es gibt für den 34-Jährigen keine attraktiven Optionen mehr. Bei Suzuki, Yamaha, Honda und KTM sind alle Werksmotorräder besetzt, lediglich bei Nachzügler Aprilia ist noch ein Platz neben Aleix Espargaro frei.

Dovizioso hat also lediglich die Wahl zwischen einem Verbleib bei Ducati oder dem Karriereende. Ducati hingegen könnte das Werksteam mit Fahrern aus Kundenteams besetzen. So haben etwa Francesco Bagnaia und Johann Zarco bereits ihre Aufwartung gemacht.

Die Gerüchte über ein MotoGP-Comeback von Jorge Lorenzo wurden bislang lediglich aus dem Umfeld des Spaniers befeuert. Ducati zeigte sich auf diesem Ohr stets taub. Bevor die Verhandlungen mit Dovizioso nicht offiziell gescheitert sind, wird sich daran wohl nicht ändern.


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