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MotoGP - Valentino Rossi nur auf P20: Neues Bike, alte Probleme

Valentino Rossi war am MotoGP-Trainingsfreitag in Jerez völlig chancenlos. Die neue Yamaha scheint seine Schwierigkeiten nicht zu beseitigen.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Der Freitag beim MotoGP-Saisonauftakt in Jerez verlief für Yamaha eigentlich sehr positiv. Im heißen 2. Training, das für das Rennen am Sonntag aussagekräftig ist, holten sich die Petronas-Männer Franco Morbidelli und Fabio Quartararo die ersten beiden Ränge. Auch Maverick Vinales, der sich am Nachmittag voll und ganz auf das Rennsetup konzentrierte, war als Siebter gut mit dabei.

Lediglich Valentino Rossi fiel im Yamaha-Quartett deutlich ab. Am Morgen als 13. schon nicht überragend, rutschte er in der Hitze des Nachmittags auf den 20. Platz von 22 Piloten ab. Eine schallende Ohrfeige für den neunfachen Weltmeister, der sich am Freitagabend in seiner virtuell ausgetragenen Medienrunde dementsprechend kleinlaut zeigte.

"Es war ein schwieriger Tag für mich", gab Rossi zu Protokoll. "Mit den kühleren Temperaturen am Morgen war ich noch näher dran, aber am Nachmittag hatte ich große Probleme und war nie wirklich schnell. Ich hatte immer Schwierigkeiten mit dem Grip und der Temperatur am Hinterrad." Genau die Schwierigkeiten also, mit denen Rossi schon in den vergangenen Jahren stets zu kämpfen hatte und über die er auch bei den Wintertests klagte.

Neue Yamaha besser? Valentino Rossi zweifelt

Fabio Quartararo meinte am Freitag über die 2020er-Yamaha, dass sie etwas schwieriger zu fahren sei, als ihre Vorgängerin. Er attestierte wie Franco Morbidelli und Maverick Vinales dem neuen Motorrad deutlich größeres Potenzial. Einer Meinung, der sich Rossi kaum anschließen konnte. "Ich weiß es nicht. Ehrlich gesagt spüre ich keinen großen Unterschied", sagte er. "Natürlich ist das 2020er-Bike noch neu und wir brauchen wohl noch mehr Zeit und Kilometer, um das richtige Setup zu finden. Meine Probleme sind aber sehr ähnlich wie im Vorjahr. Wir müssen daran arbeiten und den richtigen Weg finden, um uns zu verbessern."

Auf Rossi und seine Crew wartet viel Arbeit - Foto: LAT Images

Doch selbst wenn Rossi und Yamaha eine Lösung für die Probleme am Hinterrad finden, gibt es noch weitere Baustellen. "Generell fühle ich mich auf dem Motorrad nicht wirklich wohl. Ich kann auch nicht besonders schnell in die Kurven einfahren. Ich leide ziemlich", so Rossi. Keine rosigen Aussichten also für den Doktor vor dem Start in seine 25. WM-Saison.


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