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Jorge Martin vor MotoGP-Aufstieg mit Pramac Ducati

Der erste MotoGP-Rookie für 2021 steht so gut wie fest. Jorge Martin und Ducati sind sich de facto einig, nur die Unterschrift fehlt noch auf dem Vertrag.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Jorge Martin wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 2021 MotoGP fahren. Martin und sein Management sind mit Ducati zu einer Einigung gekommen. Der 22-Jährige soll im kommenden Jahr für das Pramac-Kundenteam an den Start gehen.

"Es ist richtig, dass die Gespräche mit Ducati sehr weit fortgeschritten sind. Wir sind in einer guten Position, um Jorge Martin im nächsten Jahr in die MotoGP zu bringen und hoffen, dass wir den Vertrag bald unterschreiben können", erklärt Martins Manager Albert Valera gegenüber der offiziellen Seite der MotoGP.

Martin soll also einen direkten Vertrag mit Ducati erhalten, wie es beim italienischen Hersteller üblich ist. Aus dem aktuell sechs Mann starken Fahrerkader für 2020 wurde nur Tito Rabats Kontrakt nicht direkt mit Ducati geschlossen.

Es ist demnach davon auszugehen, dass Martin aktuelles Material erhalten und auf einer ähnlichen Spezifikation wie Francesco Bagnaia unterwegs sein wird. Der Moto3-Weltmeister von 2018 bleibt aller Voraussicht nach im Team.

2018 krönte sich Martin zum Champion der Moto3 - Foto: Del Conca Gresini

Das Zusammenkommen des Deals zwischen Ducati und Martin stellt doch eine kleine Überraschung dar. "Es wäre ein kleiner Wunder, wenn ihn Ducati holen kann", meinte vor kurzem noch Pramac-Teammanager Francesco Guidotti im Hinblick auf Martins Honda-Vergangenheit und seine aktuelle Verbindung zu KTM.

Doch KTM will mit dem Quartett aus Pol Espargaro, Brad Binder, Miguel Oliveira und Iker Lecuona weitermachen. Ähnlich sieht die Situation bei Honda aus, sollte sich Cal Crutchlow nicht zu einem Karriereende entschließen. Ducati war somit für Martin die einzig sichere Option.

Die bisherige Erfolgsbilanz des Madrilenen kann sich sehen lassen. In der Moto3 gewann Martin acht Rennen und wurde 2018 Weltmeister. In seiner Moto2-Debütsaison 2019 kam er gegen Jahresende immer besser in Form und holte in Japan sowie Australien seine ersten beiden Podiumsplatzierungen.


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