MotoGP

MotoGP-Boss stellt klar: 13 GPs Minimum, sonst keine Wertung

Absagen und Verschiebungen bestimmen aktuell das Geschehen in der MotoGP. Fallen noch mehr Rennen aus, könnte es 2020 keine Weltmeister geben.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP hätte 2020 eigentlich eine Rekordsaison bestreiten sollen. Erstmals waren 20 Rennen in einem Jahr geplant. Daraus wird definitiv nichts. Denn der an diesem Wochenende angesetzt Katar-Grand-Prix wurde für die Königsklasse ja gestrichen und wird auch nicht später im Jahr nachgeholt.

Der Grund: Am Losail International Circuit sind bauliche Maßnahmen angesetzt, etwa im Bereich der Drainagen. Die Termine dafür sind bereits mit den Unternehmen fixiert, weshalb auch die Superbike-WM vom traditionellen Datum im Herbst auf den März vorverlegt wurde. Vorerst wurde aber auch das WSBK-Wochenende verschoben und könnte komplett ausfallen.

Für das verschobene Thailand-Rennen der MotoGP hat man mit dem 4. Oktober vorerst einen neuen Termin gefunden, der Aragon-GP rückt dafür eine Woche nach vor auf den 27. September. Aktuell stehen damit 19 Rennen im Kalender, doch dass diese auch tatsächlich alle an ihren geplanten Daten durchgeführt werden, scheint nach den Entwicklungen der letzten Tage und Wochen sehr unwahrscheinlich.

13 Rennen müssen in der Saison 2020 mindestens über die Bühne gehen, um eine offizielle Wertung inklusive Weltmeister zu haben. So will es der Vertrag zwischen Promoter und Weltverband FIM, wie Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta am Donnerstag im Rahmen einer eigens einberufenen Pressekonferenz erklärte. "Wir werden alles versuchen, um die maximale Anzahl an Rennen zu schaffen. Das ist für uns bei der Dorna immer unser Hauptziel, noch vor wirtschaftlichen Überlegungen", so Ezpeleta.

Carmelo Ezpeleta ist fest entschlossen, die MotoGP-Saison 2020 durchzubringen - Foto: Tobias Linke

Fakt ist aber: Auch der nun provisorische Saisonauftakt im texanischen Austin wackelt gehörig. Aktuell wäre das Rennen möglich, doch Einreisebestimmungen können sich schnell ändern, wie man in Katar gesehen hat. Raum, um noch mehr Rennen später in der Saison nachzuholen, ist kaum mehr vorhanden. Vor allem nicht, wenn sie außerhalb von Europa stattfinden und somit eine Unterbrechung der Saison auf dem Kernkontinent der MotoGP notwendig machen würden. Denn der Herbst ist schon jetzt mit sechs Rennen - Aragon, Thailand, Japan, Australien, Malaysia und Valencia - innerhalb von acht Wochen prall gefüllt.

Denkbar wäre noch, einige Grands Prix nach dem geplanten Finale in Valencia durchzuführen. "Wenn es sein muss, fahren wir eben bis Weihnachten in Ländern in denen es heiß genug ist. Unsere Pflicht ist es, Rennen zu veranstalten. Also werden wir das auch machen", gab sich Ezpeleta entschlossen.


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