MotoGP

Max Biaggi prophezeit lange MotoGP-Herrschaft von Marc Marquez

Marc Marquez wird die MotoGP noch über Jahre hinweg beherrschen, glaubt Max Biaggi. Er rechnet mit mehr als zehn Weltmeistertiteln.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Nach der MotoGP-Saison 2019 hält Marc Marquez bei acht Weltmeistertiteln, sechs davon in der Königsklasse. Und das im Alter von gerade einmal 26 Jahren. Viel Zeit also noch für Marquez, um seine Erfolgszahlen weiter auszubauen.

Geht es nach Max Biaggi, wird das auch passieren. "Ich glaube, dass Marcs Herrschaft noch lange weitergehen wird und er mehr als zehn Weltmeistertitel holen wird", erklärte der vierfache 250ccm- und zweifache WSBK-Champion gegenüber 'Marca'.

Die von Biaggi prognostizierte Marke von zehn WM-Titeln haben bislang nur zwei Fahrer durchbrochen: Angel Nieto, der seine 13 Weltmeisterschaften allesamt in den Klassen bis 50- beziehungsweise 125ccm holte. Und Giacomo Agostini, der insgesamt 15 Titel bei den 350ern und 500ern gewann. Biaggis Erzrivale Valentino Rossi kämpft bislang vergebens um den zehnten Titel.

"Marc ist unglaublich talentiert, immer noch jung und wir alle wissen, wozu er in der Lage ist. Er ist der stärkste Fahrer", stellt Biaggi klar. Einzig der mit Saisonende 2019 zurückgetreten Jorge Lorenzo hätte Marquez über die vergangenen Jahre ernsthaft fordern können. Einen würdigen Nachfolger für Lorenzo gäbe es aktuell noch nicht, meint Biaggi: "Aktuell sehe ich keinen Fahrer, der Jorges Platz einnehmen kann. Vielleicht schafft es Marcs Bruder. Wenn er sich in der MotoGP so etablieren kann wie Quartararo, dann hat er großen Chancen auf einen Titel."

Natürlich hat Biaggi langfristig auch Fabio Quartararo auf der Rechnung. "Fabio kann Weltmeister werden, aber noch ist er wohl nicht so weit", glaubt Biaggi. "Das Beeindruckendste an Quartararo ist für mich nicht die Tatsache, dass er Pole Positions oder Podiumsplatzierungen holt und versucht, Rennen anzuführen. Was mich wirklich begeistert hat war, dass er ohne MotoGP-Erfahrung auf vielen Strecken von Beginn an unter den schnellsten Fahrern war. Das ist in den letzten 15 oder 20 Jahren kaum einem Fahrer gelungen."


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