MotoGP

MotoGP Phillip Island: Das sagt Johann Zarco zum Honda-Debüt

Johann Zarco fuhr am Freitag auf Phillip Island erstmals die MotoGP-Honda. Er zeigte eine ansprechende Leistung, litt aber auch unter bekannten Problemen.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Nach nur drei Rennen Pause ist Johann Zarco zurück in der MotoGP. Der Franzose wurde nach dem Misano-GP von KTM ja endgültig vor die Tür gesetzt, kommt nun aber im Saisonfinale auf Phillip Island, in Sepang und Valencia als Ersatzpilot für Takaaki Nakagami zum Einsatz.

Zarcos Debüt fand bei überaus schwierigen Umständen statt. Im 1. Training sorgten starker Regen und niedrige Temperaturen für ein gefährliches Umfeld auf der extremen Strecke von Phillip Island. "Da war es nicht einfach, das Motorrad richtig kennenzulernen. Ich habe mich gefühlt wie ein Rookie", gestand Zarco. "In Anbetracht der Bedingungen war ich aber, glaube ich, nicht langsam."

In der Tat konnte sich sein erster Honda-Auftritt mit Rang 13 und knapp 2,1 Sekunden Rückstand durchaus sehen lassen. Im 2. Freien Training am Nachmittag bekam Zarco dann auch Zeit auf trockener Strecke und verkleinerte dabei den Rückstand auf 1,6 Sekunden, was den 15. Platz bedeutete.

Zarco stieß dabei aber auch auf altbekannte Probleme, die ihm bereits bei KTM so sehr zu schaffen gemacht hatten. Er klagte über mangelndes Gefühl und Vertrauen in das Vorderrad. "Johann hat Schwierigkeiten, das Bike zum Einlenken zu bringen", verriet Teamchef Lucio Cecchinello schon während FP2. "Die Honda braucht eben viel Aggressivität, dann ist sie wirklich schnell. Dazu musst du aber Vertrauen in das Vorderrad haben. Deshalb versuchen wir ihm aktuell zu erklären, dass er keine Angst haben muss."

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Der MotoGP-Rückkehrer bestätigte die Aussagen Cecchinellos: "Gerade auf einer so schnellen Strecke wie hier brauchst du viel Vertrauen zum Motorrad. Im Vergleich zur Konkurrenz habe ich vor allem in den Kurven Zeit verloren, konnte mich dann aber Schritt für Schritt steigern. Mein Ziel ist es, wieder so viel Vertrauen aufzubauen, dass ich ganz vorne mitfahren kann. Ich bin nicht der Pilot, der mit viel Körpereinsatz fährt. Ich glaube, dass man dieses Motorrad auch nur mit Vertrauen steuern kann, was weniger Kraftaufwand bedeutet."

Vor dem Wochenende hatte Zarco die Top-Ten im Rennen als Ziel ausgegeben. Daran glaubt er auch nach den ersten Ausfahrten auf der Honda RC213V. "Ich habe mich heute noch nicht wirklich wohlgefühlt und war dennoch nur knapp außerhalb der Top-Ten", gibt er zu bedenken.


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