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MotoGP - Marc Marquez: Seine Gründe gegen einen Markenwechsel

2020 wird Marc Marquez' 8. MotoGP-Saison in den Farben von Repsol Honda sein. Es könnten noch deutlich mehr werden. Im exklusiven Interview verrät er, warum
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez' MotoGP-Karriere ist eine bislang unvergleichliche Erfolgsgeschichte. 2019 wird er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit seinen sechsten Weltmeistertitel in sieben Jahren Königsklasse einfahren. Bei 120 Starts gewann er 50 Mal, holte 88 Podiumsplatzierungen und 60 Pole Positions. Allesamt für das Team von Repsol Honda.

Und genau das ist ein beliebter Reibungspunkt für Kritiker von Marquez. An seinen fahrerischen Qualitäten gibt es schließlich kaum etwas auszusetzen. Die Tatsache, dass er bislang scheinbar nicht den Mut hatte, auf einem anderen Motorrad als der Honda RC213V um WM-Titel und Rennsiege zu kämpfen, kann aber durchaus kritisch gesehen werden.

Schließlich ist er bislang der einzige MotoGP-Champion, der für nur einen Hersteller fuhr. Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Casey Stoner, Nicky Hayden - alle waren auf mindestens zwei Marken unterwegs. 2020 hat Marquez noch Vertrag mit Honda. Was aber passiert danach? Sehen wir Marquez auf Ducati, Suzuki, KTM?

Marquez: Im Moment zählt nur Honda

Aktuell deutet nicht viel daraufhin. "Ich weiß nicht, was in der Zukunft passieren wird. Ich bin erst 26 Jahre alt. Ich weiß aber, dass im Moment nur Honda für mich zählt. Hier fühle ich mich wohl und es war immer mein Traum, für diesen Hersteller zu fahren. Wenn dein Traum wahr wird, du Spaß hast und gewinnst, warum solltest du dann wechseln?", sagt Marquez im exklusiven Interview mit Motorsport-Magazin.com.

Marc Marquez im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com - Foto: Tobias Linke

Auf die Frage, ob Erfolge auf mindestens zwei unterschiedlichen Maschinen nicht nötig seien, um als eine echte Allzeitgröße zu gelten, winkt Marquez ebenfalls ab: "Nein. Nein, weil es da draußen vier Hondas gibt. Wenn ein Spitzenfahrer auf Honda zukommt und sagt, er möchte hier fahren, dann werden sie ihm die Möglichkeit geben, auf diesem Motorrad Weltmeister zu werden. Dann gilt es für mich, ihn zu schlagen, um der beste Fahrer zu sein. Deshalb glaube ich nicht, dass Titel auf zwei unterschiedlichen Motorrädern mehr wert sind. Im Endeffekt zählt nur die Zahl der Erfolge. Je mehr du gewinnst, umso besser bist du."

Und was nackte Zahlen angeht ist Marquez zumindest auf dem Weg, alle Rekorde zu brechen. Den Bestwert für die meisten Pole Positions hält er bereits jetzt. Auf Giacomo Agostinis 122 Grand-Prix-Erfolge fehlen noch 46, auf dessen 15 WM-Titel am Ende des Jahres 2019 wohl noch sieben. Eine Menge Arbeit, die noch vor Marquez liegt. Eine unlösbare Aufgabe aber auf keinen Fall.

Das vollständige Interview mit Marc Marquez gibt es in unserer neuen Printausgabe - seit 5. September im Handel - Foto: Motorsport-Magazin.com

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