MotoGP

MotoGP - Valentino Rossi: Können nicht in drei Monaten aufholen

Valentino Rossi glaubt nach Tag 1 in Katar, dass es bei Yamaha endlich aufwärts geht. Aber zwei Jahre voller Fehler sind in drei Monaten nicht aufzuholen.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Die letzten zwei Jahre haben das Yamaha-Team ziemlich gebeutelt. Die längste Sieges-Durststrecke in der Geschichte des japanischen Herstellers fiel nicht ohne Grund in diese Zeit. Weder für das Team, noch für seine Fahrer war es leicht. Jetzt geht es langsam aufwärts, glaubt Valentino Rossi nach Testtag eins in Katar. Er weiß aber auch, dass ein so großes Debakel, wie es Yamaha erleiden musste, nicht in drei Monaten aufgeholt ist.

"Wir haben immer noch viel Arbeit vor uns", schlussfolgert der Doktor deshalb am Ende des ersten Testtags in Katar. "Über die letzten zwei Jahre haben wir viele Fehler gemacht. Dadurch hat sich eine große Lücke auf unsere Konkurrenten aufgetan, vor allem auf Honda und Ducati. Jetzt ändern sich die Dinge aber", glaubt Rossi.

Und das auf mehr als nur einer Ebene. "Das gilt für die Leute, die an diesem Projekt arbeiten und auch für den Ansatz, mit dem sie die Dinge angehen. Ich kann sehen, dass alle sehr motiviert und fokussiert sind", erklärt Rossi. Als Konsequenz aus den schwierigen letzten Jahren trat der Yamaha-Technikchef vor Beginn der kommenden Saison zurück. Intern brodelte es beim japanischen Hersteller gewaltig.

Jetzt scheinen sich die Gemüter nach Rossis Darstellung aber wieder beruhigt zu haben und man schaut bei Yamaha zuversichtlich in die Zukunft. Doch auch wenn es scheinbar bergauf geht, von null auf 100 wird die Entwicklung nicht verlaufen. Das weiß auch MotoGP-Urgestein Rossi. "Trotzdem alle motiviert sind, wir es mehr als drei Monate dauern, um diese Situation zu beenden", ist er sich sicher. "Wir müssen so für ein ganzes Jahr weiterarbeiten und dann sehen wir weiter."

Wie genau es im Yamaha-Lager in zwölf Monaten aussehen wird, kann niemand voraussagen. Aber immerhin scheint die Stimmung im Team nach Tag eins in Sepang zuversichtlich zu sein. Maverick Vinales holte immerhin mit einer 1:55.051 die Tages-Bestzeit, Rossi landete auf Rang fünf. "Ich genieße die momentane Atmosphäre. Es war ein positiver Tag", schließt der Doktor ab. "Wir haben gut gearbeitet und sind konstant ziemlich schnell gewesen. Ich bin jetzt in einer Situation, die ich vorher nur erwartet hätte, wenn ich sehr optimistisch gedacht habe.


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