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MotoGP Valencia: Strecke und Statistik

Es ist schon fast zur Tradition geworden, dass das Saisonfinale der MotoGP in Valencia gefeiert wird. Allerdings war - und ist - das nicht immer so.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Valencia ein Fixpunkt im MotoGP-Kalender. 2002 wurde in der Nähe von Spaniens drittgrößter Stadt zum ersten Mal ein Saisonfinale ausgetragen. Seit damals stellte der Circuit Ricardo Tormo den traditionellen Abschluss eines jeden MotoGP-Jahres dar - bis 2020. Denn nun verliert Valencia das Finale an Portimao, dafür darf man sich gleich über zwei Rennen freuen: Den Europa-GP und den Grand Prix der Comunidad Valenciana.

Die Geschichte

Am 19. September 1999 wurde der Circuit Ricardo Tormo in Valencia mit den Rennen der Motorrad-WM eröffnet. Benannt wurde die Strecke nach dem zweifachen 50cc-Weltmeister Ricardo Tormo, der nur neun Monate vor der Streckeneröffnung im Alter von 46 Jahren in Valencia aufgrund einer Leukämieerkrankung verstorben war. Der Motorsportkomplex bietet Sitzplätze für 60.000 Fans und Stehterrassen für weitere 60.000 Personen. Aufgrund des engen Layouts der Strecke befinden sich die Tribünen allesamt auf der Außenseite der Strecke. Gepaart mit dem flachen Terrain ist daher von fast jedem Punkt des Zuschauerbereichs jeder Punkt auf dem Kurs einsehbar.

Das Layout

Der Circuit Ricardo Tormo ist mit seinen nur vier Kilometern und fünf Metern Länge der zweitkürzeste Kurs im Rennkalender. Dennoch kommt die Strecke mit 876 Metern bei Start/Ziel auf eine beachtliche Gerade, die über ein Fünftel des Asphaltbandes einnimmt. Auf den restlichen etwas mehr als drei Kilometern schmiegt sich daher Kurve an Kurve - insgesamt 14 an der Zahl, neun Links- und fünf Rechtskurven.

Nach dem Start folgt auf die stumpfe Kurve eins, benannt nach Mehrfach-Weltmeister Jorge Martinez, eine zweite kurze Gerade, ehe es mit der Spitzkehre "Mick Doohan" langsam kurvig wird. Sektor zwei besteht aus einer flüssigen Links-Rechts-Rechts-Links-Kombination, auf die eine kurze Verschnaufpause für die letzten beiden Sektoren folgt. Nach der schnellen Kurve 7 bremsen die Fahrer den langgezogenen U-Turn 8 an, der beinahe nahtlos in die mittelschnelle S-Kombination 9/10 und die Rechts-Spitzkehre 11 übergeht. Im Schlussabschnitt warten der langsame Rechtsknick "Champo Herreros", die langgezogene Kurve 13 und schließlich die spitze Finalkurve "Adrian Campos" auf die Piloten. Eine Runde in Valencia bedeutet körperliche Schwerstarbeit.

Die Statistik

Spanische Strecke, spanische Rekordsieger. Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo siegten in Valencia viermal und haben damit zwei Siege mehr auf dem Konto als Marc Marquez, Casey Stoner und Valentino Rossi. Die Strecke war immer wieder für Überraschungen gut. Regis Laconi (1999) und Troy Bayliss (2006) feierten auf dem Circuit Ricardo Tormo ihre einzigen MotoGP-Siege, auch die Namen Garry McCoy (2000) oder Alex Barros (2002) finden sich in den Siegerlisten.

Troy Bayliss feierte in Valencia seinen einzigen Sieg - Foto: Ducati

Marc Marquez hält mit einer Zeit von 1:31.116 Minuten die Rekord-Rennrundein Valencia. Jorge Lorenzo übernahm 2016 den Pole-Rekord und die schnellste je gefahrene MotoGP-Runde am Circuit Ricardo Tormo - beide Bestwerte halten in 1:29.401 bis heute. Schnellster bei der Speed Trap war bislang Andrea Dovizioso auf der Ducati im Jahr 2015, der mit 335,9 km/h gemessen wurde.

KategorieRekord und Fahrer
Rekordsieger: Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo (4)
Rundenrekord: 1:31.116 (Marc Marquez 2019)
Quali-Rekord: 1:29.401 (Jorge Lorenzo 2016)
Top-Speed: 335.9 km/h (Andrea Dovizioso 2015)

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