MotoGP

MotoGP-Boss inspiziert neues Strecken-Projekt in Indonesien

Die Motorrad-Industrie will mit der MotoGP unbedingt nach Indonesien. Nun buhlen gleich zwei Projekte um den Platz im Rennkalender.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Bekommt die Rennstrecke in Palembang Konkurrenz im MotoGP-Rennkalender bevor sie dort überhaupt aufgenommen wurde? Denn wie die MotoGP in einer Presseinfo am Dienstag mitteilt, war Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta vor dem Rennen in Sepang zur Besichtigung eines möglichen indonesischen Konkurrenzprojekts eingeladen.

Eigentlich hatte die Regierung der indonesischen Region Südsumatra bereits im Herbst 2016 einen Vorvertrag mit der Dorna unterschrieben, der ab 2018 ein Rennen in Palembang vorsah. Die Strecke wurde von Hermann Tilke geplant, über den aktuellen Status der Bauarbeiten ist aber nichts bekannt. Fakt ist, dass Indonesien auch 2019 nicht im MotoGP-Rennkalender steht.

Da die Motorradindustrie bereits seit Jahren auf einen Grand Prix im mit 261 Millionen Einwohnern wichtigen Markt drängt, könnte sich die Dorna nun womöglich nach Ersatzkandidaten umsehen. So lud die staatliche "Indonesia Tourism Development Corporation" (ITDC) Ezpeleta zwischen den Rennen auf Phillip Island und Sepang nach Bali ein.

Auf der nahe gelegenen Insel Lombok inspizierte der Dorna-Chef ein gerade im Bau befindliches Tourismus-Ressort namens Mandalika, das sich als zukünftiger Austragungsort eines Motorradrennens ins Spiel bringen möchte.

"Wir haben ihn willkommen geheißen und ihm ein mögliches Konzept für zukünftige Motorradrennen präsentiert", wird ITDC-Boss Abdulbar M. Mansoer in der Aussendung zitiert. Das Ressort soll laut indonesischen Medienberichten 2020 fertiggestellt werden. Ob die Dorna es als potenziellen Austragungsort für einen möglichen Indonesien-GP in Betracht zieht, ist unklar.


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