MotoGP

MotoGP Thailand 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Marc Marquez und Andrea Dovizioso haben sich einen Kampf bis auf den letzten Meter geliefert. Das hatten die MotoGP-Piloten zum Thailand GP zu sagen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Rennen. Vor allem, wenn man weiß, dass Dovizioso in der Vergangenheit auf der letzten Runde immer gewonnen hat. Ich habe einfach alles gegeben und diesmal konnte ich ihn besiegen. Es ist toll hier zu gewinnen, nach einem schweren Wochenende. Aber das Team hat toll gearbeitet. Wir sind jetzt einen Schritt näher an unserem großen Ziel."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es ist nicht schön, in der letzten Kurve zu verlieren, aber ich freue mich trotzdem. Die Strecke liegt uns nicht und im Februar hatten wir hier große Probleme. Wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht. Die Reifen haben hier noch schneller abgebaut als in Aragon und wir konnten trotzdem bis zum Ende kämpfen. Das heißt, dass wir gute Arbeit machen."

3. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich bin mit meinem Ergebnis zufrieden. Wir waren heute sehr stark, vor allem am Ende des Rennens. Es ist eine unglaubliche Atmosphäre und eine tolle Strecke hier. Ich denke, das Bike hat heute so funktioniert wie es sollte. Ich habe am Ende nicht mehr die Chance gehabt, anzugreifen. Da hat mir der Speed gefehlt. Aber das Team hat toll gearbeitet."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Während des Wochenendes haben wir uns verbessert. Leider war ich nicht stark genug für ein Podium, aber das Rennen war trotzdem viel besser als die letzten drei oder vier. Ich bin immer vorn gewesen, in allen Sessions und bin auch aus der ersten Reihe gestartet. Wir waren konkurrenzfähig und es war ein gutes Wochenende. Trotzdem ist das noch nicht genug. Unsere Hauptgegner waren ein bisschen schneller."

5. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich mag die Strecke. Der Test im Februar war schon gut. Während des Rennwochenendes hatten wir Probleme, eine gute Pace zu finden. Das Rennen lief aber nicht so schlecht wie wir angenommen hatten. Ich konnte es genießen und mit der Führungsgruppe mithalten. Trotzdem fehlt uns immer noch etwas bei der Beschleunigung. Das müssen wir irgendwie kompensieren."

6. Alex Rins (Suzuki): "Ich habe von Anfang an viel gepusht, um die Lücke zur Spitzengruppe zu schließen. Ich habe viel Zeit verloren, als ich mit anderen Fahrern gekämpft habe. Das hat den Reifen belastet, denn ich musste hart pushen. Gegen Rennende musste ich mich zurückhalten, um meinen Platz nicht zu riskieren. Am Ende habe ich den fünften Platz verloren, aber es ist trotzdem kein schlechtes Ergebnis."

Alex Rins fuhr in Thailand ein tolles Rennen und wurde Sechster - Foto: Suzuki

7. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Heute war ein tolles Spektakel und eine tolle Show. Am Anfang konnte ich an der Spitze des Feldes mitkämpfen. Leider konnte ich die Pace von den Spitzen-Piloten nicht mitgehen. Ich habe mein Bestes gegeben, aber nach 15 Runden hat mein Hinterreifen abgebaut. Ich habe dann über die Front gepusht, was den Druck hat steigen lassen. Ich konnte mit dem Grip nicht gut haushalten."

8. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Wir haben den Thailand GP auf der achten Position beendet, nur sechs Sekunden hinter dem Sieger. Dass ist das Wichtigste. In der Startphase bin ich mehrmals mit Morbidelli in Berührung gekommen und habe viel Boden verloren. Für den Rest des Rennens waren unsere Rundenzeit konkurrenzfähig, also werden wir sehen, was die nächsten Rennen bringen."

9. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war ein ziemlich schwieriges Rennen für mich. Leider hat es mir mein Start aus der dritten Reihe wirklich schwer gemacht, vor allem auf den ersten Runden. Mit diesen Temperaturen war es wichtig, mit den Reifen gut umzugehen, aber ich musste die ganze Zeit über hart pushen."

10. Jack Miller (Pramac Ducati): "Es war ein gutes Rennen und hat viel Spaß gemacht. Ich habe mit dem Hinterreifen gleich von Anfang an Probleme gehabt, vor allem in den Linkskurven. Nach der Hälfte des Rennens habe ich auf die Führungsgruppe aufgeholt und es gab ein paar gute Kämpfe mit Danilo, Iannone und Bautista."

11. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin wirklich schlecht gestartet, also musste ich auf den ersten Runden viele Positionen gut machen. Ich hatte zum Glück eine gute Pace, aber nach dem Start war es wirklich schwierig. Trotzdem konnte ich es in die zweite Gruppe schaffen, aber andere Fahrer zu überholen war nicht einfach. Vor allem in den Bremszonen nicht."

12. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich freue mich sehr wieder in die Punkte gefahren zu sein. Seit Beginn des Wochenendes bis zum Q1 bin ich immer nur 18. gewesen. Ich war enttäuscht von mir selbst, aber habe nie aufgegeben. Ich habe hart mit meinem Team gearbeitet und an mich geglaubt. Genau das habe ich gebraucht."

Hafizh Syahrin landete in Thailand auf dem zwölften Rang - Foto: Tech 3

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Der weiche Reifen war heute meiner Meinung nach die beste Wahl. Ich habe das gestern lange mit dem Team und den Michelin-Technikern diskutiert. Es gab ein paar Zweifel an der Haltbarkeit und auf den letzten Runden habe ich lieber meine Position ohne Risiko gehalten. Ich denke, dass wir heute das Maximum geleistet haben. Die Strecke ist mit Sicherheit keine der Besten auf dem Kalender für uns."

14. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Das Rennen war sehr schwierig, denn ich habe von Anfang an Probleme mit meinem Topspeed gehabt. In meiner Gruppe konnte ich nicht so tief bremsen wie ich gewollt hätte. Es war nicht einfach wieder in die Punkte zu fahren, aber wir haben Schadensbegrenzung betrieben und zwei wichtige Punkte gesammelt."

15. Bradley Smith (KTM): "Es sieht so aus, als wäre das ein Wochenende wie Aragon geworden. Wir hatten eine gute Pace für eine Runde mit den weichen Reifen, aber mit den harten Reifen im Rennen hatten wir ein paar mehr Probleme. Einmal mehr bin ich gut gestartet und lag zu Beginn auf Rang zehn. Ich habe viel gelernt, als ich den anderen gefolgt bin und es scheint, als hätten wir dieselben Probleme."

16. Scott Redding (Aprilia): "Um ehrlich zu sein bin ich mit dem Rennen heute zufrieden. In der ersten Kurve sah es nicht so aus, als würde ich ein besonders hohes Risiko eingehen. Ich habe einfach meinen üblichen Bremspunkt eingehalten, aber war dicht an der Linie und habe so schnell einige Positionen gut gemacht. Grundsätzlich lief es gut an diesem Wochenende."

17. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Es war wirklich höllisch heiß auf der Strecke. Normalerweise benutze ich das Trink-System nicht, aber in diesem Rennen habe ich es zum Glück getan. Ich bin gut gestartet, aber leider hatte ich vom Warm-Up heute Morgen ein Problem mit der Front. Am Ende der Geraden hat sich sehr gewackelt, was die Bremsplatten gelöst hat. Wenn ich gebremst habe, war da nichts, also musste ich pumpen."

18. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Ich muss zugeben, dass ich einmal mehr schlecht gestartet bin und dann in den ersten Kurven nicht angreifen konnte. Davon ab war das Rennen aber nicht schlecht. Ich habe versucht, einen konstanten und schnellen Rhythmus zu halten. Aber der Abbau des Hinterreifens auf der linken Seite war größer als wir erwartet hatten. Deshalb war es am Ende schwer mit dem Grip klar zu kommen."

Jordi Torres beendete den Thailand GP als 19. - Foto: Tobias Linke

19. Jordi Torres (Avintia Ducati): "Das Rennen war ok, denn wir haben ein so heißes Rennen beendet. Und das auf Reifen, die ich nicht gewohnt bin und komplett anders abbauen. Aber vor allem habe ich gelernt mit Spritverbrauch umzugehen und Motor-Einstellungen zu ändern, wenn es mir gesagt wurde. Es waren viele neue Dinge, weshalb ich nicht so flüssig gefahren bin, wie ich gewollt hätte."

20. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Es ist schade, denn ich habe gleich zu Beginn einen großen Fehler gemacht, der mein Rennen komplett zerstört hat. Es war ein Zwischenfall nach Kurve drei auf der ersten Runde. Mein Bike war auf der Bremse außer Kontrolle und es war schwierig, es auf dem Gras zu stoppen. Dann habe ich sechs weitere Sekunden verloren, um Nakagami nicht zu treffen, als er gestürzt ist."

21. Pol Espargaro (KTM): "In der ersten Kurve habe ich auf der Bremse einen kleinen Fehler gemacht, aber danach habe ich meinen Rhythmus gefunden. Ich konnte auf die Gruppe vor mir aufholen, in der mein Teamkollege und mein Bruder lagen. Ich habe irgendwann den Punkt erreicht, an dem ich fertig war und nicht mehr pushen konnte. Es war ein ziemlich gutes Comeback."

22. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich habe früh Fehler gemacht. Ich habe auf der Bremse Miste gebaut, als ich in die letzte Kurve gegangen bin. Ich war zu schnell um den Scheitelpunkt der Kurve noch zu treffen und habe an Grip verloren. Die Front ist weggerutscht und ich bin gestürzt. Ich konnte dann wieder ins Rennen einsteigen und es beenden."

DNF Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Das heutige Ergebnis ist sehr enttäuschend, denn wir hatten eine Chance auf das Podium. Ich habe die Front verloren, weil ich zu hart gepusht habe, um an die Front zu kommen. Ich bin über eine Bodenwelle gefahren und konnte das Motorrad nicht halten. Hoffentlich wird das nächste Rennen besser."


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