MotoGP

Cal Crutchlow kritisiert Stefan Bradl für Crash in Brünn

MotoGP-Ass Cal Crutchlow holte zu einem Rundumschlag aus. Stefan Bradl habe seinen Job in Brünn schlecht erledigt. Das kostete Crutchlow eine Schwinge.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Cal Crutchlow holte nach dem MotoGP-Test in Brünn zu einer Schimpftirade gegen Stefan Bradl und einige Testfahrerkollegen aus. Der Brite hätte am Montag die von ihm heiß ersehnte Karbonschwinge von Honda ausprobieren sollen. Daraus wurde aber nichts, da diese am Sonntag auf Bradls Motorrad montiert worden war und bei dessen Unfall im Rennen beschädigt wurde.

Der MotoGP-Krimi in Brünn in der Video-Analyse: (23:26 Min.)

Das ärgerte Crutchlow maßlos. "Er sagt, er weiß nicht, was passiert ist. Aber ich kann es euch sagen: er war komplett außer Kontrolle. Er hätte herumfahren, ein solides Rennen abliefern und Daten für Honda sammeln können. Stattdessen hat er Leute abgeräumt."

Motorsport-Magazin.com wurde mittlerweile ein Video zugespielt, das ein Fan auf einer Tribüne mit seinem Handy aufgenommen hat. Dieses Video belegt eindeutig die Schuld Bradls, der am Scheitelpunkt von Kurve 3 über das Vorderrad stürzte und Vinales am Hinterreifen sowie Smith am Vorderreifen traf und damit von der Strecke kegelte.

Hier räumt Bradl Vinales und Smith ab - Foto: Gregor Wolzenburg

+++ Anmerkung: Aus rechtlichen Gründen ist es uns leider nicht erlaubt, das Video online zu stellen. Zumindest einen Screenshot aus dem Video dürfen wir euch aber zeigen (siehe über diesem Absatz). +++

Crutchlow nutzte die Gelegenheit, um generell das Prinzip der Wildcard-Einsätze zu kritisieren: "Natürlich mag ein Wildcard-Einsatz nett sein. Aber wenn man sich zum Beispiel Casey (Stoner) ansieht: Der ist Testfahrer ohne Interesse nochmal Rennen zu fahren. Er muss nichts beweisen und vielleicht ist das der beste Weg für Testfahrer", holte Crutchlow aus.

"Die anderen Jungs denken, dass sie am Ende wieder ein Jobangebot bekommen, wenn sie hier gute Rennen bestreiten. Aber sie sind ja aus einem Grund nur Testfahrer, weil sie eben nicht gut oder schnell genug waren, um ihre Position als Rennfahrer zu halten", ärgerte sich der Brite.


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