MotoGP

MotoGP Sachsenring - Stefan Bradl: Kein Blumentopf zu gewinnen

Stefan Bradl startet von Platz 21 in den Deutschland-Grand-Prix. Große Hoffnungen macht er sich für das MotoGP-Rennen nicht.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Am Samstag bestritt Stefan Bradl den ersten 'normalen' Tag für ihn an diesem MotoGP-Rennwochenende am Sachsenring. Freitags war der eigentlich als TV-Experte nach Hohenstein-Ernstthal gereiste Bradl nach FP1 ja extrem kurzfristig für den nach wie vor verletzten Franco Morbidelli eingesprungen, hatte somit praktisch keine Vorbereitungszeit und konnte nur das zweite Training am Nachmittag bestreiten.

In seinen drei Trainings schlug sich Bradl mit den Rängen 21, 20 und 21 nicht schlecht, auch Startplatz 21 für das Rennen geht in Anbetracht der Umstände durchaus in Ordnung. Für das Rennen am Sonntag bleibt der 86-fache MotoGP-Starter dennoch realistisch.

"Für uns gibt es hier eigentlich keinen Blumentopf zu gewinnen", meinte er nach dem Qualifying. "Das ist aber eigentlich auch egal, denn es macht mir Spaß wieder hier zu fahren und die 30 Runden am Sonntag sind ein super Training für meine Wildcard-Einsätze in Brünn und Misano."

In Brünn und Misano wird Bradl mit einer Wildcard starten - Foto: Estrella Galicia

Eine Zielankunft in den Punkten wäre für Bradl schon ein großer Erfolg. "Dafür müssen wir aber auf jeden Fall von Dingen profitieren, die vor uns passieren. Da mache ich mir keine Illusionen. Ich werde deshalb einfach versuchen, keinen Blödsinn zu machen, denn ich fühle mich eigentlich wohl und meine Pace im vierten Freien Training war auch ganz okay."

Keine physischen Probleme mehr für Bradl

Am Freitag klagte Bradl, der seit 2016 kein Rennen in der Königsklasse mehr gefahren ist, noch über physische Probleme mit dem extrem fordernden MotoGP Bike. Davon war am Samstag aber nicht mehr viel zu spüren. "Körperlich geht es jetzt schon wesentlich besser", stellte er zufrieden fest. "Ich war am Freitag mental auch noch gar nicht wirklich bereit, weil ich so viel organisieren und dann direkt auf die Strecke gehen musste. Das macht sich dann eben auch körperlich bemerkbar."


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