MotoGP

MotoGP Barcelona 2018: Marc Marquez holt Test-Bestzeit

Die MotoGP testete nach dem Rennen in Barcelona am Montag. Alle wichtigen Infos, Bestzeiten, Stürze und Technik-News im Überblick.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Die MotoGP hat ihren Aufenthalt in Barcelona um einen Tag verlängert - Marc Marquez und Co. hängten an den Katalonien GP einen Testtag an. Mit Abschluss der Testfahrten um 18:00 Uhr lag der amtierende Weltmeister als schnellster Mann vor Andrea Iannone und Tito Rabat. Der Repsol Honda-Pilot fuhr eine Bestzeit von 1:38.916.

Die Platzierungen: Marquez dominierte die Testfahrten in Barcelona zum Ende hin. Mit einer 1:38.916 legte der Honda-Pilot vor, Iannone auf Rang zwei landete 0.104 Sekunden hinter ihm. Rabat auf Rang drei fehlte fast eine halbe Sekunde auf Marquez. Die Top-5 komplettierten Danilo Petrucci und Johann Zarco.

Auf Rang sechs landete Cal Crutchlow, der damit Honda-Werkspilot Dani Pedrosa auf die Plätze verwies. Dieser wurde nur Siebter. Damit schlug er allerdings immer noch Alex Rins, Maverick Vinales und Jack Miller, die die Plätze acht bis zehn belegten. Valentino Rossi landete mit Rang 14 außerhalb der Top-10, Lüthi wurde nur 20.

Die Zwischenfälle: Mit knapp vier Stunden auf der Uhr ging mit Petrucci der erste MotoGP-Pilot des Tages zu Boden. In Kurve neun stürzte der Pramac-Pilot mit knapp 200 km/h und überschlug sich. Trotz des üblen Sturzes blieb er größtenteils unverletzt. Es wurden keine Knochenbrüche festgestellt, allerdings musste er den Rest des Tages mit einem bandagierten Fuß verbringen.

Tom Lüthi kamen die MotoGP-Tests in Barcelona gerade recht - Foto: Marc VDS

Gegen 17:00 Uhr stürzte auch KTM-Pilot Pol Espargaro in der letzten Kurve. Er war zu diesem Zeitpunkt der einzige Pilot auf der Strecke, trotzdem wurde der Test mit Roten Flaggen unterbrochen. Wie Petrucci hatte auch der jüngere Espargaro Glück, er verletzte sich bei seinem Sturz nicht. Kurze Zeit später ging das Testprogramm wie gewohnt weiter. Auch Marquez und Pedrosa erwischte es beide im Laufe der Tests, beide blieben aber unverletzt.

Die Technik: In Sachen Reifen gab es während des Tests keine Neuerungen. Wie Michelin verriet, hatten die Fahrer lediglich dieselbe Auswahl an Reifen zu Verfügung wie bereits während des vorangegangen Rennwochenendes. Lediglich ein neues Pneu für die Front gab es Auszuprobieren, davon bekam jeder Fahrer ein Exemplar. Möglicherweise soll er im folgenden Jahr zum Einsatz kommen.

Iannone, Rins und Guintoli probierten während der Testfahrten ein neues Chassis aus dem Hause Suzuki aus. In der Repsol Honda-Garage stand Marquez derweil ein komplett neues Chassis zur Verfügung, das auch im kommenden Jahr eingesetzt werden könnte. Fokussiert wurde sich dabei offenbar auf die Aerodynamik des neuen Chassis. Vor seinem Crash testete Petrucci mehrere neue Teile für Ducati. Rossi hatte bereits am Sonntag erklärt, dass das Yamaha-Team ein paar neue Teile zum Probieren bekommen würde, allerdings keine großen Updates. Sein Teamkollege Vinales arbeitete unter anderem auch an der Elektronik seiner Yamaha.

LCR-Pilot Crutchlow hatte ebenfalls Aerodynamik-Arbeit vor sich, im Gegensatz zu seinen Kollegen im Werksteam standen aber auch Neuerungen an der Elektronik und der Federung der RC213V an. Im KTM-Lager probierte Espargaro eine früher Version des 2019er-Bikes aus, mit dem Kallio zuvor am Rennwochenende gefahren war. Vor allem konzentrierte man sich dabei auf den Motor und das Chassis.

Das Wetter: Wie bereits am gesamten Rennwochenende zeigte sich das Wetter über der Strecke in Montmelo mehr als gnädig. Die Lufttemperaturen stiegen auf Höchstwerte von 26 Grad am Nachmittag an und fielen bis Testende nur auf 24 Grad. Mit zunehmender Hitze stiegen natürlich auch die Asphalttemperaturen. Es waren ein paar Wolken am Himmel, allerdings lag die Regenwahrscheinlichkeit den kompletten Tag über bei null Prozent.


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