MotoGP

MotoGP Austin 2018: Die Reaktionen zum Rennen

Marc Marquez ist auch in der Saison 2018 der ungeschlagene Meister von Austin. Die Reaktionen der MotoGP-Piloten zum Rennen in Texas.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Meine Strategie ist heute aufgegangen. Ich habe von Anfang an gepusht und bin dann weggefahren. Ich hatte heute keine Chance zu kämpfen, deshalb bin ich gleich weggefahren und das hat funktioniert. Ich habe einfach nur gepusht. Ich freue mich, die Punkte mitzunehmen und jetzt nach Spanien zu gehen."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich habe das Rennen sehr genossen. Auch wenn ich Probleme mit den Reifen hatte, habe ich es einfach genossen. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den Fans und dem tollen Layout dieser Strecke. Aber ich möchte dieses Podium natürlich Nicky widmen. Er ist immer noch bei uns."

3. Andrea Iannone (Suzuki): "Ich bin sehr glücklich. Das Podium ist toll. Das ist das Resultat, wenn jemand nie aufgibt. Ich habe immer hart gearbeitet. Ich habe in letzter Zeit viel an mir gezweifelt, aber ich habe immer weitergemacht und das hat sich am Ende ausgezahlt. Ich möchte Suzuki danken und allen, die immer an mich geglaubt haben. Ich freue mich sehr."

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Das Rennen war nicht schlecht, aber nicht ganz so gut wie erwartet. Ich dachte, dass ich mit meiner Pace um das Podest fighten kann. Das war mein Ziel. Durch die höheren Temperaturen habe ich aber etwas gelitten, besonders mit dem harten Vorderreifen. Im Training hatte ich damit keine Probleme, aber im Rennen war ich dann besonders in den schnellen Kurven ziemlich am Limit. Trotzdem macht es mir wieder mehr Spaß, mit dem Motorrad zu fahren. Das Bike erinnert mich jetzt mehr daran, was ich kenne und gewohnt bin."

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Auch wenn ich heute einige Probleme hatte, bin ich froh, als WM-Leader nach Europa zu kommen. Ich hatte gehofft, dass wir in Argentinien und Texas konkurrenzfähgier wären, aber wir hatten wie im Vorjahr Schwierigkeiten. Damals lag ich allerdings weit hinter den Führenden der Gesamtwertung, als wir nach Jerez kamen. Auch wenn dieses Wochenende schwierig begonnen hat, haben wir die richtigen Entscheidungen bei Setup, Reifen und Verkleidung getroffen und ein gutes Ergebnis für die WM mitgenommen."

6. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es war ein schwieriges Wochenende. Nach einem guten Qualifying bin ich nicht besonders gut gestartet. Vor dem Rennen habe ich auf ein Podium gehofft, aber die anderen waren heute einfach besser. Ich wusste, dass ich meine Schwachpunkte auf der Strecke hatte, aber ich habe versucht, mit der Lücke, die ich hatte, zu haushalten. Aber auch das war zu schwer. Das heißt nicht, dass ich mit den Reifen Probleme hatte, sondern nur, dass ich nicht schnell genug war. Als Dovizioso mich ein paar Runden vor Schluss überholt hat, konnte ich seine Pace nicht halten."

Johann Zarco war in Austin schnell unterwegs - Foto: gp-photo.de/Ronny Lekl

7. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich bin mehr als glücklich, dass ich dieses Rennen beenden konnte und gute Punkte holen konnte. Als ich hier ankam, war ich mir nicht einmal sicher, ob ich die Trainings bestreiten könnte. Es war ein hartes Wochenende, besonders auf diesem Kurs, der körperlich superanstrengend ist. Ich konnte das Rennen natürlich nicht genießen. Auch wenn die Schmerzmittel ein wenig geholfen haben, mich zu konzentrieren, irgendwann hatte ich kaum noch Kraft."

8. Tito Rabat (Avintia Ducati): "Ich bin mit den ersten drei Rennen der Saison sehr zufrieden. Genauso mit der tollen Arbeit meines Teams und der Leistung meiner Ducati. Wir hatten in Austin ein weiteres gutes Wochenende, auch wenn die Streckenbedingungen im Training schwierig waren. Nur im FP2 lief es gut. Wir sind mit unserer Reifenwahl ein Risiko eingegangen, aber am Ende hat es sich gelohnt. Das Rennen hat viel Spaß gemacht."

9. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden. Vor allem freue ich mich, dass ich viele Positionen gut machen konnte. Es ist offensichtlich, dass wir daraus mehr hätten machen können, vor allem im Qualifying. Aber es ist trotzdem ein gutes Resultat. Nachdem ich Lorenzo und Rabat überholt habe, war ich überzeugt, dass ich ohne Probleme Achter werden konnte. Aber dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Das spielt aber keine große Rolle, wir werden es in Jerez besser machen."

10. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir wussten, dass diese Strecke eine der Schwierigsten für unser Bike sein würde. Außerdem hatten wir gestern große Probleme mit dem Setup. Mein Rennen hat schon als Kampf begonnen. Trotzdem war ich sehr fokussiert und aggressiv. Schon früh habe ich viele Fahrer überholt und habe Positionen gut gemacht. Heute hat das Bike wirklich gut funktioniert. Ein zehnter Platz ist kein herausragendes Resultat, aber es war nicht einfach, es von so weit hinten zu schaffen. Schade ist nur, dass ich an den zwei Fahrern vor mir nicht vorbei kommen konnte. Aber in den letzten Runden war der Reifen hinüber und ich hatte sehr wenig Traktion."

11. Jorge Lorenzo (Ducati): "Das war ein Rennen zum Vergessen. Ich bin enttäuscht und traurig. Ich konnte zu keiner Zeit konkurrenzfähige Rundenzeiten fahren und hatte - wie befürchtet - Probleme auf gebrauchten Reifen. Unser Motorrad benötigt großen körperlichen Aufwand auf Strecken wie dieser und meine Wahl des härtesten Hinterreifen war nicht gerade hilfreich. Das ist ein schwieriger Moment."

12. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war ein schwieriges Wochenende. Ich habe mich im Qualifying verbessert und das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Ich hätte gedacht, dass ich mit der Top-10-Gruppe mithalten kann, aber mir ist gleich nach dem Start klar geworden, dass ich viel Boden verloren habe. Ich habe die Reifen nicht zum Arbeiten gekriegt. Es ist schade und ich bin sehr enttäuscht. Hoffentlich hilft mir die Enttäuschung, in Jerez schneller zu sein."

Pol Espargaro war in Austin bester KTM-Pilot - Foto: Gold and Goose

13. Pol Espargaro (KTM): "Der Richtungswechsel fiel mir heute schwer. Jede Kurve ist hart, aber ich denke, wir hatten ein gutes Rennen und insgesamt ein gutes Wochenende. Vielleicht hätten wir das Setup noch verbessern können, denn wir waren ziemlich weit von den anderen entfernt, was bedeutet, dass wir anders waren und ein paar Fehler gemacht haben. Ich denke, wir haben mit dem Vorderreifen im Rennen bezahlt. Trotzdem müssen wir zufrieden sein. Wir können die drei Punkte und neue Erfahrungen mit nach Europa nehmen."

14. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ein weiteres Mal in den Punkten, das ist positiv. Nach dem Qualifying haben wir allerdings mit einem Platz in den Top-10 geliebäugelt, doch das Rennen war sehr schwierig. Ich hatte mir mehr erhofft, aber immerhin bin ich bester Rookie geworden."

15. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Wir haben uns heute insoweit verbessert, dass wir das gute Gefühl wiedergefunden haben, was wir im ersten Teil der Saison gesucht und nicht gefunden haben. Im Rennen hatten wir dann trotzdem Probleme. Es hat mir an Grip am Hinterrad gefehlt. Wir haben das Wenden des Bikes verbessert, aber weil uns Traktion am Kurvenausgang fehlt, verlieren wir viel Zeit."

16. Bradley Smith (KTM): "Es war ein gutes Wochenende. Ich hatte eine tolle Pace, vor allem zu Beginn des Rennens. Ich habe drei Positionen gut gemacht und habe mit Jorge gekämpft. Wir sind ein Risiko eingegangen. Pol ist mit dem weichen Vorderreifen ins Rennen gegangen, wir mit dem Medium. Bei den Temperaturen hätte ich gedacht, dass es funktionieren würde, aber das hat es nicht. Ich konnte nichts zu. Bis Runden zwölf war alles ok und dann hatte ich Probleme. Ich hatte befürchtet, dass das passieren könnte, aber ich habe gehofft, dass es nicht so kommt."

17. Scott Redding (Aprilia): "Unser Wochenende hat gut begonnen, aber dann konnte ich mich nicht so weiter verbessern, wie ich es gewollt hätte. Ich bin das Rennen mit dem härtesten Vorder- und Hinterreifen gefahren und an der Front hat sich mein Gefühl verbessert. Trotzdem hat mir noch Grip am Hinterrad gefehlt. Um ehrlich zu sein, habe ich mehr erwartet. Aber ich darf nicht enttäuscht sein. Aleix hat heute einen tollen Job gemacht und gezeigt, dass das Bike Potenzial hat. Ich muss mich weiterentwickeln und lernen."

18. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Wenn man auf dieser schwierigen Strecke von weit hinten startet, dann hat man es in Kurve eins schwer. Da ist so viel los. Ich habe einige Positionen verloren und hing dann dort für einige Runden fest. In der Mitte des Rennens hatte ich Probleme mit der Front. Es war schwierig, das Bike zu wenden. Wir haben hier kein gutes Setup gefunden, auch wenn das Team einen hervorragenden Job gemacht hat, um mir als Rookie zu helfen. Wir sind motiviert, uns zu verbessern."

Cal Crutchlow stürzte in Austin - Foto: LCR Honda

19. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir sind in das Rennen als WM-Leader gegangen und sind als Vierte wieder rausgekommen. Natürlich bin ich damit unzufrieden! Ich muss mich beim Team entschuldigen, denn es war mein Fehler. Ich hatte das gesamte Wochenende kein gutes Gefühl auf der Bremse, wollte aber unbedingt Zarco ins Visier nehmen und um das Podium kämpfen. Ich hätte die Pace gehabt, aber habe dann den Fehler in der letzten Kurve gemacht."

20. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Auch der einen Seite bin ich glücklich und auf der anderen frustriert, weil ich den anderen Ducatis gefolgt bin und den harten Hinterreifen gewählt habe. Den habe ich im Training nie ausprobiert. Wir dachten, das wäre eine gute Wahl, aber zu Beginn des Rennens hatte ich kein gutes Gefühl. Später konnte ich Speed sammeln und habe dieselbe Pace wie die Fahrer in den Top-15."

21. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich hatte während des Rennens wirklich große Probleme. Ich konnte nicht so fahren, wie ich wollte und jetzt muss ich verstehen, warum das so ist und wie wir uns verbessern können. Ich muss meinen eigenen Weg finden, um das Bike einzustellen und mit meinem Stil zu fahren. Im Moment kann ich das noch nicht."

DNF Alex Rins (Suzuki): "Wir haben unser Ziel verpasst und ich hatte hier Probleme. Ich wollte während des Rennens fokussiert bleiben und tatsächlich lief es bis zum Crash ganz gut. Immerhin hat Andrea ein gutes Rennen gezeigt und daran sieht man das Potenzial unseres Motorrads. Ich bin mir sicher, dass wir noch einige gute Ergebnisse in dieser Saison einfahren werden."

DNF Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Ich habe mich zu Beginn des Rennens sehr stark gefühlt, aber habe auf der Bremse vielleicht ein bisschen zu sehr gepusht. Ich habe mich gut gefühlt und hatte eine starke Pace. Ich bin ein bisschen enttäuscht von mir selbst. Am Morgen hatte ich einen heftigen Crash und habe kein neues Setup ausprobiert. Deshalb sind wir auf eines aus dem Freien Training zurückgegangen. Ich war dennoch einer der stärksten Rookies auf dieser schwierigen Strecke, aber sie ohne Punkte zu verlassen, ist schade. Ich habe die Front verloren. Vielleicht, weil ich mit der Ducati kämpfen wollte, die auf der Geraden sehr schnell ist. Ich habe versucht, auf der Bremse Boden gut zu machen."

DNF Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "Ich musste das Rennen aufgrund von Schmerzen nach dem Sturz gestern vorzeitig beenden. Es war ein komisches Gefühl, denn ich kann normal gehen und im Fitnessraum trainieren. Trotzdem habe ich sehr starke Schmerzen in meinem Handgelenk, meinen Fingern, meiner Handfläche, meinem Arm und meinem Rücken. Im Warm-Up musste ich mit anderen Muskeln arbeiten, um die Angeschlagenen etwas zu entlasten. Das hat mir Unwohlsein bereitet. Am Ende hat mir das Team eine Nachricht geschickt, dass ich wieder in die Box kommen soll."


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